Hallux valgus II

Der Operationstermin für den Fuß rückt immer näher. Immer mehr Gedanken und Zweifel machen sich breit. Ich fange an, mir Gedanken um Weihnachten zu machen. Meine Tochter hat diese Operation ja gerade hinter sich gebracht und ich sehe, welche Einschränkungen das alles mit sich bringt.
Ich habe eine Familie, die voll und ganz hinter mir steht, alles mitmacht und mich unterstützt. Da kann ich mir sehr gewiss sein. In meinem Kopf ist das Problem, dass ich nicht loslassen kann. Ich bin der Meinung, dass ich meine Familie im Stich lasse, wenn ich mich nicht um den Haushalt kümmern kann und mich nicht im Alltagsgeschehen mit einbringe.
Hinzu kommt, dass ich ja gar keine Schmerzen im Fuß habe und deswegen stelle ich das alles infrage. Mich zwingt keiner zu dieser Operation. Es wäre eine ganz freiwillige Angelegenheit.
Gerade deswegen finde ich es aber wahrscheinlich so unfair, mich aus allem herauszunehmen. Sehr schwierig. Auch weiß ich, dass ich die Sache mit den Krücken nicht schaffen werde. Ich habe es versucht, mit den Gehilfen meiner Tochter, die Treppe nach oben zu gehen. Und auch wenn ich insgesamt weniger Gewicht mit mir herumtrage, habe ich nicht die erforderliche Kraft in den Armen. Irgendwo im Fernsehen hatte ich mal gesehen, dass eine am Fuß verletzte Person mit einer Art Roller durch die Gegend fuhr, bzw. lief. Vorstellen muss man sich einen Roller auf vier Rädern mit einem Lenker und einem Kissen, auf das man sich drauf knien kann. So ist der kranke Fuß entlastet und zur Not hat man beide Hände frei, wenn man zum Beispiel in der Küche steht, um sich dort etwas zu zubereiten oder so. Diese Lösung finde ich super. Daraufhin habe ich bei meiner Krankenversicherung angerufen und gefragt, was ich tun muss, um so etwas zu bekommen.
Die grundsätzliche Antwort lautet: „Das muss Ihnen der Arzt verschreiben.“ Aha! Die Dame am anderen Ende der Leitung wusste nur gar nicht, wovon ich sprach. Also schaute sie einmal nach, ob es solch ein Gefährt überhaupt gibt. Nein!
Ich bedankte mich und habe selbst bei Amazon geschaut und es dort auch gefunden. Wenn ich es also nicht verschrieben bekommen sollte, dann beschaffe ich mir dieses Gefährt eben auf eigene Faust.
Wieder ein Grund weniger, Zweifel zu haben. Für die Operation spricht ja auch mein Alter. Sicher, warum sollte man etwas operieren, wenn es jetzt ganz ist, funktioniert und nicht schmerzt? Je jünger ich bin, umso mehr habe ich letztlich davon im Alter.

Nach vielem hin und her bin ich also nun wild entschlossen, mich unter das Messer zu legen. Meine Familie unterstützt mich und auch mit der Arbeit bekomme ich das schon irgendwie hin. Wird schon alles werden. Ich zieh das jetzt durch.

Große Herausforderung, das Gewicht zu halten

Ein leidiges und wiederkehrendes Thema. Was heißt wiederkehrend … es besteht irgendwie dauerhaft. Mit der Magen-Operation dachte ich, oder erhoffte ich mir, dass die Gedanken, die ständig um Essen, Gewicht, Kalorien etc. kreisen, weg sind.
Nein!
Sind sie nicht!
Ob sie schlimmer sind? Vielleicht?!
An sich sind die Gedankengänge eventuell gleichgeblieben, aber es sind definitiv neue Gedanken dazu gekommen. Gedanken, wie „Versau es dir doch nicht!“ „Streng Dich an!“ „Mach das richtig!“

Nachdem ich eine Phase hatte, in der ich merklich mehr gegessen habe und ich am Ende der Woche, an meinem Wiegetag, mehr als zwei Kilo zugenommen hatte, habe ich mich geschämt und war mehr als von mir selbst enttäuscht.
Ich habe mich vor dem Spiegel gestellt und mich ausgeschimpft. Ich war wirklich richtig böse mit mir und konnte mich selbst nicht ausstehen. Im Konflikt mit einer anderen Person wäre ich gegangen, hätte sie stehen lassen und hätte einige Zeit nicht mit ihr geredet.
Schlecht, wenn man selbst diese Person ist. Ich musste mich also mit mir selbst auseinandersetzen.
Gut, normalerweise hat das Schimpfen mit mir immer dazu geführt, dass ich zum Essen gegriffen habe. Das durfte diesmal nicht so sein.
Ich muss es doch schaffen können, auf meine Mahlzeiten zu achten, nicht zu übertreiben und mich selbst unter Kontrolle zu bringen. Andere können das doch auch. Die Chance, die ich durch diese Operation erhalten habe, muss ich doch nutzen und nicht alles wieder kaputt machen.
Das wäre doch so schade.
Das wäre so enttäuschend.

Nachdem ich mich also vor dem Spiegel ausgeschimpft habe, habe ich angefangen, mir Mut zuzusprechen und mich zu motivieren. Ich habe mich mit mir selbst verschworen. Es muss doch wieder in den Griff zu bekommen sein.

Also habe ich mich jeden Tag auf die Waage gestellt, morgens und abends. Ich habe strengstens darauf geachtet, nur drei Mahlzeiten am Tag zu essen. Ich habe komplett auf Süßigkeiten, Snacks etc. verzichtet.
Hart aber was sollte ich machen. Auf mein Gefühl kann ich mich nicht verlassen. Das täuscht mich sehr und so waren böse Überraschungen plötzlich da. Für mich funktioniert nur Kontrolle und Überwachung. Anders geht es nicht. Ich würde es mir anders wünschen, aber dafür bin ich zu schwach und nicht gemacht. Jahrelange Gewohnheiten lassen sich nicht so einfach ändern und wegoperieren.
Sicher ist es hilfreich, sich zu notieren, was man am Tag gegessen und getrunken hat.
Kurz nach der Operation war ich auch diszipliniert dabei, aber das ist leider nicht mein Ding. Ich vergesse das Notieren, verschiebe es auf später und Tage später weiß ich nicht mehr, was ich gegessen und getrunken habe.
Dies ist leider nicht zur Routine für mich geworden.

Im Grunde sind meine Mahlzeiten ja auch gleich. Morgens esse ich immer ein Overnight-Oat mit Haferflocken, Chia-Samen, Banane, Himbeeren, Milch und Joghurt. Mittags gibt es oft Reste vom Abendessen und abends dann etwas Selbstgekochtes. Wenn ich mich nur an diese drei Mahlzeiten halten würde, wäre alles nicht so schlimm und ich bräuchte mir keine Gedanken über irgendetwas machen. Leider bleibt es nicht dabei. Mein Mann sagt mir immer, dass ich Snacks planen soll. Ja und nein. Er hat schon recht damit, dass wenn es denn sein muss, es wenigstens richtig und vernünftig geplant sein sollte. Aber eigentlich will ich das ja gar nicht. Allerdings ist es auch so, dass ich manchmal etwas essen möchte, es aber zu den geplanten Mahlzeiten gar nicht schaffe. So bleibt mir eigentlich nichts anderes übrig, als es später zwischendurch zu essen, wenn es denn unbedingt sein muss.
Muss es das? 
Nein! Muss es sicherlich nicht. Nur manchmal freue ich mich so sehr darauf – gerade am Wochenende.
Es gibt Momente, in denen schaffe ich es, ganz genau darüber nachzudenken, was jetzt zu tun ist. Ich wäge dann ab, was ich tun kann und was jetzt clever wäre. 
Es gelingt mir recht häufig, mir entweder einen Tee oder einen Latte Macchiato zu machen.
Oft hilft mir das über die schlimmsten Gefühle hinweg und lässt mich noch warten, bis ich die nächste Mahlzeit zu mir nehmen kann. 

Es ist mir leider noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen, bzw. habe ich es noch nicht im Gefühl. Mein Mann ist einmal nach sehr langer Zeit selbst auf die Waage gegangen und sagte vorher noch, was diese anzeigen wird. Es war so erstaunlich, dass es gestimmt hat. Das könnte mir nicht passieren. Selbst mit einer Woche voller Disziplin und selbst wenn ich mich jeden Tag wiege, könnte ich keine Zahl nennen, die in der Anzeige erscheint. Keine Ahnung, ob es mir jemals gelingen wird, da ein richtiges Gefühl zu entwickeln. 

Bis sich das eventuell einmal entwickelt und einstellt, bleibt mir nichts anderes übrig, als mich zu kontrollieren und mir eben Gedanken dazu zu machen.

Adventskalender

Immer macht man sich Gedanken dazu, was man in den Adventskalender für seine Lieben stecken könnte, wenn es kein fertig gekaufter Kalender ist. Hier sind einige Anregungen, die gut hinter die Türchen passen. Viel Spaß beim Stöbern, Entdecken und sich Inspirieren-lassen.

  1. Deo
  2. Kaugummi
  3. Aufkleber
  4. Gesichtsmaske
  5. Handmaske
  6. Fußmaske
  7. Augenmaske
  8. Eye-pads
  9. Nagellack
  10. Knobelspiel
  11. Textmarker
  12. Post-it´s
  13. Taschentücher
  14. Korrekturroller
  15. Kleberoller
  16. Mini Haarspray
  17. Magnete
  18. Lippenpflegestift
  19. Kugelschreiber
  20. Socken
  21. Vitamine
  22. Bonbons
  23. Handcreme
  24. Patches zum Aufbügeln
  25. Lesezeichen
  26. Bilderstreifen
  27. Mini-Bilderrahmen
  28. Ohropax
  29. Tockenshampoo
  30. Creme
  31. Ohrringe
  32. Haargummi
  33. Maskara
  34. Eyeliner
  35. Korrekturstift
  36. Spiele in Reisegröße
  37. Teelicht
  38. Mini-Gewürze
  39. Mini-Nutellaglas
  40. Einzeln verpackte Süßigkeiten
  41. Tütchen mit Samen
  42. Tassenkuchen
  43. Haarspange
  44. Heiße Schokolade
  45. Tee

Weihnachten thematisch sortiert

Adventskalender

  • Ideen für Adventskalender sammeln
  • Kleinigkeiten für Adventskalender besorgen
  • Adventskalender befüllen

Nikolaus

  • Nikolausgeschenke besorgen
  • Nikolausgeschenke einpacken
  • Stiefel putzen

Julklapp

  • Lose für Julklapp anfertigen
  • Geschenke für Julklapp besorgen
  • Geschenke für Julklapp einpacken

Weihnachten

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  • Fotokalender erstellen
  • Geschenke bestellen
  • Geschenke kaufen
  • Geschenkpapier besorgen
  • Geschenkpapier prüfen
  • Kerzen für Adventskranz besorgen
  • Kleinigkeiten nähen/basteln
  • Lebkuchenhaus/Zug bauen/backen
  • Lichterketten anbringen
  • Liedertexte drucken
  • Listen mit Weihnachtsgeschenkideen erstellen
  • Mistelzweig besorgen und aufhängen
  • Plätzchen backen
  • Weihnachtlich dekorieren
  • Weihnachtsbaum kaufen
  • Weihnachtsbriefe schreiben
  • Weihnachtsbriefe versenden
  • Weihnachtsessen planen
  • Weihnachtsfilme schauen
  • Weihnachtsgarderobe festlegen
  • Weihnachtsmärchen schauen
  • Weihnachtsmarkt besuchen
  • Weihnachtsmusik hören
  • Wunschliste bearbeiten/verbreiten

Weihnachtsideen

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  • Kleinigkeiten nähen/basteln
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Weihnachten – Zeitplan

Ab Oktober

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Mitte November

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Ende November

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  • Mistelzweig besorgen und aufhängen
  • Weihnachtlich dekorieren
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Dezember

  • Stiefel putzen
  • Geschenkpapier prüfen
  • Geschenkpapier besorgen
  • Lebkuchenhaus/Zug bauen/backen
  • Liedertexte drucken
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  • Weihnachtsbaum kaufen
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  • Weihnachtsmarkt besuchen
  • Weihnachtsmusik hören

Hallux valgus

Mal ein ganz anderes Thema: Hallux valgus
Wer kennt es?

Wer es nicht kennt, dem versuche ich, das verständlich zu erklären. Beim Hallux valgus handelt es sich um eine schief stehende Großzehe, den großen Onkel also. Dieser Zeh wird meist durch zu enges Schuhwerk in Richtung der anderen, kleineren Zehe, gedrückt. So aber nicht bei mir. Ich trage dann und wann mal Absatzschuhe, die dann sicherlich im Bereich der Zehen enger zulaufen, aber das ist nicht mein tägliches Schuhwerk. Bei mir handelt es sich um eine Hypermobilität meiner Sehnen, die mit dafür verantwortlich sind, den Zeh an Ort und Stelle zu halten. Bei mir haben sie versagt. Das haben sie aber nicht erst jetzt, sondern schon von Anfang an. Leider ist es bei mir erblich bedingt, dass sich meine Zehe quer gestellt haben und ich somit einen Spreiz-Senk-Plattfuß habe – beidseitig. Bereits mit 18 Jahren hatte ich also schon so meine Knieprobleme wegen dieser Fehlstellung. Somit wurde ich an beiden Füßen vor vielen Jahren operiert.

Dies so weit zu meiner Vergangenheit. In der Gegenwart ist es so, dass ich diese Eigenschaft an meine Tochter vererbt habe. Von Anfang an habe ich auf vernünftiges Schuhwerk geachtet, und dennoch war sie noch unter zehn Jahre, als die Fehlstellungen ihre Anfänge zeigten. Seither waren wir regelmäßig bei Orthopäden zu Gast, haben Einlagen und Physiotherapie verschrieben bekommen. Der Arzt war toll, er hat immer neue Dinge versucht, um ihr eine Operation zu ersparen, aber mindestens diese so lange wie möglich hinauszuzögern.

Sie war 19, als die erste Operation erfolgte und 20 Jahre alt bei der zweiten Operation. Die Schmerzen in ihren Füßen waren einfach schon zu stark. Der Chirurg hat ganz tolle Arbeit geleistet und ihre Füße wieder repariert.

Noch einmal ein kurzer Sprung in die Vergangenheit. Als ich damals operiert wurde, wurde mein linker Zeh gerichtet und versteift. Im obersten Gelenk kann ich ihn also nicht mehr beugen. Was auch immer an meinem rechten Fuß gemacht wurde, der Zeh ist schief geblieben. Auf beiden Füßen prangen große, lange Narben, weshalb ich mich nie getraut habe, meine Füße in offenen Schuhen zu zeigen.

Die Operationen meiner Tochter haben mich dazu bewogen, mich ebenfalls in dem Krankenhaus vorzustellen, um in Erfahrung zu bringen, ob und was bei mir noch möglich ist. An meinem linken Fuß ist mir zusätzlich eine kleine Erhebung aufgefallen, wenn ich mit den Zehen kralle. Da bei den früheren Operationen auch Material im Fuß verblieben ist, hatte ich Angst, dass es sich dabei um einen Schraubenkopf handeln könnte.
Es ist kein Schraubenkopf.
Nachdem sich der Chefarzt für meine Füße interessierte und sich alles ganz genau angesehen hat, habe ich einen Operationstermin im November vereinbart.

Ich bin sehr positiv gestimmt, dass mir diese Maßnahme etwas bringt.

Durch die Abnahme sind die Füße zwar entlastet, aber durch das Übergewicht waren viele andere Gelenke sehr stark belastet. Ich erhoffe mir, dass durch die Fuß-OP die Schmerzen im Rücken weniger werden oder aber sogar verschwinden.
Der Gedanke, mich wieder unter das Messer zu legen und für eine lange Zeit nicht laufen zu können, gefällt mir nicht, aber wie lange will ich noch warten? Ich bin noch nicht so alt, dass mir meine Mobilität egal ist.

Also, Augen zu und durch.

Vitamine & Mineralien

Seit der zweiten Woche nach der Operation nehme ich Nahrungsergänzungsmittel. Von den Ärzten ist ein Multivitamin- und ein Kalziumpräparat angeordnet worden.
Jeden Tag nehme ich also seither eine Multivitamin- und zwei Kalziumtabletten.
Das reicht aber noch nicht. Nach der ersten Blutuntersuchung wurde festgestellt, dass ein Vitamin K Mangel besteht und Vitamin B12 sollte ich auch nehmen. Das sind also zwei weitere Tabletten, sind wir schon bei fünf. Da ich leider die Eiweiß Shakes nicht vertragen habe, decke ich meinen Bedarf mit täglich zwei Aminosäurekapseln. Das macht dann sieben Tabletten. Als es mit dem Haarausfall los ging, riet mir die Ärztin zu Kollagen, Biotin und Zink. Zehn! Zehn Tabletten, Kapseln und Pillen schlucke ich nun seither jeden Tag. Dazu habe ich mir einen Zeitplan ausgearbeitet und diesen in meinem Handy verewigt. Zehnmal am Tag bekomme ich eine Erinnerung, welches Mittel nun zu schlucken ist, denn alle gleichzeitig geht nicht. Manche sollen vor, mit oder nach dem Essen eingenommen werden. Die Präparate, die ich zweimal am Tag nehme, sollten auch eine Lücke haben, damit sie kontinuierlich wirken können.
Mein Pillendöschen habe ich immer griffbereit bei mir.
Alle drei Wochen fülle ich meine Dispenser auf und verursache damit eine Menge Müll. Leider bleibt mir nichts anderes übrig. Bei Amazon habe ich für meine Mittel auch jeweils ein Abo abgeschlossen, damit ich nicht immer an die Besorgung denken muss. Teuer ist der Spaß alle Mal. Aber was soll´s. Ich schaffe es nicht, alle notwendigen und erforderlichen Vitamine mit der Nahrung zu mir zu nehmen.

Nun ist es ja so, dass mir zu einigen Mitteln geraten wurde, weil mir die Haare ausfielen. Diese sind also nicht zwingend notwendig, damit mein Vitamin- und Mineralienhaushalt ausgeglichen sind.
Vielleicht ist es möglich, etwas wegzulassen oder zu reduzieren.
Bei der Biotinkapsel bin ich mir absolut sicher. Die ist wirklich nicht weiter wichtig, da sich Biotin auch in der Kollagentablette befindet. So werde ich meine Biotinvorräte noch aufbrauchen und dann ist das erledigt.

Meine Überlegungen treffen eher Zink, Vitamin K und Vitamin B12. Wobei ich mir beim B12 wirklich unsicher bin, denn hier sprach man schon vor Operationen davon, dass man sich das auch spritzen lassen kann. Es scheint also so, dass Mängel öfter auftreten.

Bei meinen ganzen Überlegungen kam mir dann auch noch in den Sinn, dass es ja kontrolliert werden muss, bzw. wie stelle ich denn einen Mangel fest und wie schlimm kann sich dieser dann auswirken?

Im ersten Jahr nach der Operation finden drei Blutuntersuchungen statt, die alle Werte sehr genau dokumentieren. Danach wird solch eine genaue Blutuntersuchung nur noch einmal im Jahr durchgeführt. Muss ich dann ein Jahr darauf warten, bis ich weiß, ob sich ein Mangel bei mir eingestellt hat? Und was ist, wenn ich einen Mangel habe? Kann man ein Jahr lang damit leben, ohne sich damit nachhaltig Schaden zuzufügen?

Nachdem ich mit meinem Mann darüber gesprochen habe, ist folgende Schlachtplan entstanden. Im März steht die nächste Blutuntersuchung an. Ich werde also im Dezember dieses Jahres zu meinem Hausarzt gehen und in mein Vorhaben schildern. Der kann mir auch sagen, welches Präparat ich weglassen kann, ohne dass ich allzu großen Schaden davontragen werde. Drei Monate sollten doch reichen, um herauszufinden, ob gewisse Mittel sein müssen oder weggelassen werden können.

Allein würde ich mich das nicht trauen. Ich werde mir ärztliche Unterstützung und Begleitung holen.

Es ist ein Versuch. Wenn er mir zeigt, dass es nicht so geht, wie ich es mir vorstelle und meine Werte in den Keller geben, bzw. sich verschlechtern, dann ist dieses Experiment gescheitert und dann wird alles wieder rückgängig gemacht.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt, welche Erkenntnisse sich daraus ergeben werden.

Nähanleitung Türstopper aus Jeans

Material:
Jeansstoff
Füllmaterial (Kirschkerne – ca. 1 Kg)

Zubehör:
Nähmaschine
Schere oder Stoffschneider
Stift oder Kreide zum Markieren
Nadel & Faden
Stecknadeln oder Klammern
Lineal

Vorbereitung:
Schneide sechs gleichgroße quadratische Stoffstücke zurecht. Meine haben die Maße 12×12 cm. Ihr könnt Euch die Größe selbst aussuchen. Rechnet aber immer eine Nahtzugabe von 0,5 bis 1 cm dazu. Dann schneidet ihr euch entweder ein Stück mit den Maßen 21x9cm zurecht oder ihr nehmt 21cm vom Hosenbund. Das wird dann die Trageschlaufe, wenn ihr eine wollt.

Und los geht’s:

Überlegt Euch, wie der fertige Würfel aussehen soll und legt Euch die Stoffstücke so zurecht. Fangt mit dem Quadrat an, an das ihr die Trageschlaufe haben wollt.
Nehmt nun zwei Stoffstücke und legt sie rechts auf rechts (schönen Seiten), genau an den Ecken aufeinander. Näht diese beiden Stücke nun aneinander. Wiederholt diesen Schritt so oft, bis ein Kreuz entstanden ist. Achtet auf die Nahtzugabe.
Jetzt fangt ihr mit einem Seitenstück vom Kreuz an, um die Seitenteile des Würfels zu schließen. Achtet darauf, dass die beiden Seiten nicht zusammengenäht werden. Die rechte Seite kümmert sich um die rechte Seite und die linke Seite kümmert sich um die linke Seite. Ihr wiederholt diesen Vorgang so oft, bis nur noch eine Seite offen ist. Diese könnt ihr so weit mit der Nähmaschine schließen, bis nur noch eine kleine Wendeöffnung übrig bleibt. Verriegelt Nahtanfang und -ende gut, damit nichts reißt.
Wendet den Würfel und zuppelt den Stoff etwas zurecht. Nun füllt ihr den Würfel mit ca. 1 Kg Kirschkernen.
Sobald ihr den Würfel gut gefüllt habt, greift ihr zu Nadel und Faden und näht die Wendeöffnung per Hand zu.

Hinweis:
Da man alles von der Jeanshose verwenden kann, wird jeder Würfel ein Unikat. So entstehen wirklich einzigartige Stücke.

Ich wünsche Euch viel Freude beim Nähen und alles Glück der Erde.

P.S.: Solltet ihr Gefallen am Türstopper gefunden haben, könnt aber nicht nähen, dann schreibt mir eine Nachricht und ich fertige Euch gern die gewünschte Anzahl an.