Schmerzen nach dem Essen

Wann lerne ich es endlich? Warum lerne ich nicht endlich, dass mir gewisse Dinge, Speisen, Lebensmittel einfach nicht gut tun? 
Was heißt, nicht gut tun? 
Sie tun weh! 
Sie verursachen Schmerzen. 
Sie verursachen Übelkeit 
Sie verursachen Unwohlsein. 

Ich weiß es eigentlich ganz genau. 
Ich esse es trotzdem. 
Warum? 
Wer kann mir das sagen? 
Wer kann mir das erklären? 

Ich sehe es vor mir. Ich weiß, dass es mir nicht gut tut. Ich weiß, dass es mir schlecht gehen wird, wenn ich es esse. 
Ich weiß aber auch, dass es mir schmeckt. 
Und darauf kommt es an. Ich möchte es schmecken. Ich möchte es lecker finden. 
In dem Moment, in dem ich es mir in den Mund stecke, ist alles gut und wunderbar. Es schmeckt so gut, dass ich noch weitermache. Noch tut nichts weh. Vielleicht bleibt es ja so. Die Hoffnung ist da. Das tut es noch ein paar Minuten lang. Und dann schlägt er doch zu, der Hammer. 
Das Sättigungsgefühl schlägt in Bauchschmerzen um. 
Wenn ich Glück habe, passiert nichts weiter. 
Wenn ich kein Glück habe, wird es schlimmer und schlimmer. Das kann sich zu einer ausgewachsenen Übelkeit entwickeln, die den Wunsch in mir auslöst, mich übergeben zu wollen. Das könnte mir eine Erleichterung verschaffen, denn ob ich will oder nicht, mich beschleichen, dann auch noch Gedanken an Essen. So wird aus Übelkeit sogar Ekel. Jetzt habe ich ein riesiges Problem. Seit der Magen-OP kann ich mich nicht mehr übergeben. Es ist mir einfach nicht mehr möglich.

Vor ca. 1,5 Jahren hatte ich eine Magen-Darm-Verstimmung. Mir war so schlecht – die ganze Familie war davon betroffen. Der Würgereiz war da, aber es war nicht möglich, mich zu übergeben. 
Ich brauche mir dann also den Finger nicht in den Hals stecken, um zu versuchen, mir Erleichterung zu verschaffen. 
Leider muss ich dann dadurch. Wie schaffe ich das? 
Ich lege mich hin, kauerte mich zusammen, wenn es mir gut tut, schließe die Augen und warte darauf, dass es mir wieder besser geht. 
Meist dauert das so ca. eine Stunde. 
Danach geht es mir dann wieder besser. Allerdings bin ich dann richtig geschafft. Solche Aktionen kosten richtig viel Kraft und Energie. Ich bin dann fertig und total kraftlos. 

Solch blöde Aktionen fahre ich meist am Abend, so dass ich dann recht schnell ins Bett gehen kann, um mich dann von den Strapazen zu erholen. 
Die Nachtruhe macht dann alles wieder gut und ich kann den Akku wieder aufladen. 
Am nächsten Morgen merke ich dann nichts mehr von dem Quatsch am Abend zuvor. 
Ist das gut? 
Ich weiß es nicht. 

Als ich diesen Blog angefangen habe, wollte ich eigentlich Tipps geben, wie man sich nach einer Magen-OP verhalten sollte. 
Dieses Verhalten ist definitiv kein Tipp von mir. Sich sehenden Auge und wohlwissend, was passieren wird, in solche Lagen zu bringen, ist einfach dumm und kann man nun wirklich nicht weiter empfehlen. 

Warum schreibe ich das dann auf? Nun, in erster Linie soll dieser Blog mir helfen, mit gewissen Dingen und Situationen umzugehen. Und manchmal kann man das nur, indem man es aufschreibt. So erhoffe ich mir, meine Gedanken dazu, zu verschriftlichen und daraus für mich Schlüssel zu ziehen, die mir helfen und mir gut tun.

Was ist also mein Fazit daraus? 
Auf der einen Seite bin ich dumm, dass ich das immer wieder mache. Ich hasse mich regelrecht dafür. Bringt mich das weiter? 
Nein, sicher nicht. Hat es noch nie. Also muss was anderes her. Mein Mann hatte die Idee, dass ich mir aufschreibe, was ich gegessen habe und wie es mir danach ging. Eigentlich ja nichts Neues. Ich muss wirklich die Disziplin aufbringen, das gewissenhaft zu machen, wenn ich herausfinden möchte, was und wie viel davon ich essen kann und mir gut tut, bzw. ab welchem Punkt ich mir selbst Schaden hinzufüge.

Date-Alphabet

Ob es sich nun um das erste Date handelt, oder darum mal etwas auszuprobieren und sich inspirieren zu lassen, hier sind ein paar Date-Ideen – alphabetisch sortiert.
Vielleicht gelingt es Dir ja, es komplett zu schaffen?!
Hast Du noch Ideen für Ergänzungen?
Dann gerne her damit. Ich nehme sie gern auf.

A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, V, W, Y, Z

A:
Abendessen
Angeln
Aquariumbesuch
Ausstellung besuchen
Autokino

B:
Badminton
Bauernmarkt besuchen
Billard
Bootsfahrt
Botanischer Garten
Bouldern
Boule
Bowling
Brunch
Bücherei

C:
Café-Besuch
Candleligth-Dinner
Casinobesuch
Comedy Show

D:
Dart spielen
Drachen steigen

E:
Eis essen gehen
Eislaufen
Erdbeeren pflücken
Escape-Room
Eselwanderung
Essen gehen

F:
Fahrradtour
Flohmarkt
Fotoautomat
Freizeitpark

G:
Geocaching
Gin-Tasting
Go-Kart
Grillen

H:
Hallenbad
Heidelbeeren pflücken

I:
Indoorgolf
Inlineskaten
Inseltour

J:
Jazzkonzert
Joggen
Jumping House

K:
Kajak
Kanu
Karaoke
Keramik bemalen
Kinobesuch
Kirschblütenspaziergang
Klettern
Kletterpark
Kletterwald
Kochen
Konzert besuchen
Kunstausstellung besuchen

L:
Lagerfeuer
Lamawanderung
Laser-Tag

M:
Malen
Markt besuchen
Massagekurs
Museumbesuch
Musicalbesuch

N:
Nachtspaziergang
Naturwanderung

O:
Oktoberfest
Open-Air-Kino

P:
Paintball
Picknick
Planetarium
Plätzchen backen
Poetry Slam
Porzellan bemalen
Pub-Quiz

Q:
Quiznight

R:
Rodeln
Ruderboot
Rundfahrt

S:
Schlittschuhlaufen
Schneeballschlacht
Schneemann bauen
Schwarzlicht-Minigolf
Schwimmen
Skaten
Sonnenaufgang
Sonnenuntergang
Spaziergang
Stadtrundfahrt
Stadttour als Tourist
Sternenhimmel beobachten
Strandtag
Street-Food-Markt
SUP

T:
Tandem
Tanzkurs
Tassen bemalen
Theateraufführung
Therme
Tierheim besuchen
Tierpark
Tischtennis
Töpferkurs
Trampolin
Tretboot
Tropenhaus

V:
Volleyball
Vortrag anhören

W:
Wandern
Weihnachtsmarkt
Weinverkostung
Whiskey-Tasting
Wikingerschach

Y:
Yoga

Z:
Zeichenkurs Zoo besuchen

Aprilscherze

Hier sind einige lustige Streiche und Scherze, die sich gut für den 1. April eignen.

Viel Spaß beim Veralbern 😉

Zerschnittenes Toilettenpapier
Verkabelbindertes Toilettenpapier
Bemalte Küchenrolle
Toilettenfiguren
Becher im Weg
Kühlschrankdurcheinander
Was stört im Schuh?
Aluschuhe
Frisch verpackt
Verknotet
Ganz schmales Toilettenpapier
Verknotete Jackenärmel
Verwickelte Brotdose
Computermaus
Verkabelbinderte Schere
Papier im Schuh

Zerschnittenes Toilettenpapier
Dazu verzierst Du die ersten Blätter einer Toilettenpapierrolle mit einem Muster oder bemalst sie mit bunten Blumen. Die ausgeschnittenen Papierstücke einfach auf dem Boden liegen lassen.

Materialien:
Toilettenpapier
Schere
bunte Filzstifte

Verkabelbindertes Toilettenpapier
Einfach eine Toilettenpapierrolle mit einem oder zwei Kabelbindern umwickeln, so dass man kein Papier entnehmen kann.

Materialien:
Toilettenpapier
Ein oder zwei Kabelbinder

Bemalte Küchenrolle
Das erste Blatt einer Küchenrolle wird bunt bemalt – z. B. mit Blumen.

Materialien:
Küchenrolle
bunte Filzstifte

Toilettenfiguren
Mit Toilettenpapierrollen, leeren Rollen von Küchenpapier und anderen Accessoires Figuren und Gesichter mit der Toilette bilden.

Materialien:
Toilettenpapierrollen
Küchenrollen
leere Küchenrollen
Mütze/Basecap
Schal

Becher im Weg
Am besten eignet sich dafür ein schmalerer Gang, aber auch eine Fläche kann damit sehr gut genutzt werden.
Mit Papp- oder Plastikbechern den Weg verstellen.
Wer sich einen besonderen Spaß erlauben will, füllt die Becher noch mit Wasser.

Materialien:
Papp- oder Plasitkbecher

Kühlschrankdurcheinander
Wenn man zwei Kühlschränke hat, kann man die Inhalte vertauschen.
Wenn man einen Kühlschrank hat, kann der Inhalt durcheinandergebracht werden.
Das, was oben steht, kommt nach unten; das, was unten steht, kommt in die Tür etc.

Was stört im Schuh?
Einige Eicheln in den Schuhen verstecken.
Die Überraschung kommt beim Anziehen.

Materialien:
Eicheln/Steine/Nüsse

Aluschuhe
Schuhe mit (viel) Alufolie umwickeln.

Materialien:
Alufolie

Frisch verpackt
Schuhe oder die Schultasche mit (viel) Frischhaltefolie umwickeln.

Materialien:
Fischhaltefolie

Verknotet
Entweder die Schuhe paarweise oder mit anderen Schuhen verknoten.

Ganz schmales Toilettenpapier
Die Toilettenpapierrolle durch eine Rolle Luftschlangen ersetzen.

Materialien:
Luftschlangen

Verknotete Jackenärmel
Entweder die Jackenärmel einer Jacke verknoten oder die Ärmel verschiedener Jacken miteinander verknoten.

Verwickelte Brotdose
Die Brotdose(n) für die Kita oder Schule wie gewohnt befüllen.
Dann die Dose(n) mehrmals mit einem Wollfaden umwickeln.

Materialien:
Wolle

Computermaus
Den Sensor einer Computermaus mit einem Zettel zukleben.

Materialien:
kleinen Zettel
Tesafilm

Verkabelbinderte Schere
Du nimmst einen Kabelbinder und verbindest damit eine Schere.

Materialien:
Kabelbinder

Papier im Schuh
Schuhe mit Papier füllen.

Materialien:
Papier

Einkaufsverhalten

Es gibt einen Unterschied zwischen einkaufen und shoppen. Das muss ich doch gleich als erstes einmal hier festhalten – jedenfalls für mich. 
Wenn ich einkaufe, kaufe ich Lebensmittel ein. Meistens, was auf dem Einkaufszettel oder -App steht. So kann man sich auch darauf einstellen, was zu Hause ankommt. 
Gehe ich aber shoppen, weiß keiner, was ich am Ende des Tages mit nach Hause bringe.
Selbst ich bin da völlig unwissend. 
Was meine neu erfahrenen Shoppingerlebnisse waren; darüber habe ich ja schon mal berichtet. Durch die nicht unerhebliche Gewichtsabnahme, habe ich aktuell Klamotten im Schrank, von denen ich zwar schon mal geträumt habe, aber nie dachte, dass ich sie mal anziehe, trage und Mein nennen darf. 
Erst letztens war ich schlendern und bin mit gleich zwei Kleidern aus dem Laden raus. 
Mittlerweile habe ich eine so große Auswahl, dass ich zugeben muss, gar nicht mehr weiß, was ich anziehen soll. Und schlimmer noch, was nehme ich mit in den Urlaub. Am liebsten alles. Leider ist mein Urlaub nicht so lang, dass ich auch alles anziehen könnte.
Andererseits ist es so, dass ich manchmal vor dem Schrank stehe und nichts zum anziehen finde. 
Es ist verflixt. Aber darum geht es in diesem Beitrag eigentlich gar nicht. 

Ich wollte von meinem Einkaufsverhalten berichten, bzw. welche Schwierigkeiten sich doch manchmal ergeben.
Okay, es gibt den Grundsatz, dass man nicht hungrig einkaufen gehen soll. Alles klar, ist geritzt. Wobei das manchmal schwierig ist, wenn man erst in der Mittagspause sein Mittagessen kaufen gehen kann. Und so richtig würde das auch mein Problem gar nicht beschreiben. Denn selbst wenn ich hungrig einkaufen gehe und mir dann auch wahllos etwas in den Mund stecken würde, kann ich gar nicht alles essen, was ich gekauft habe, denn wenn ich satt bin, geht da nichts mehr rein. Das einzige Problem besteht darin, dass es hochkalorische Dinge sind, die ich dann verzehren würde.


Der nächste Grundsatz ist, dass man nur das kaufen sollte, was auf der Einkaufsliste steht. 
Mindestens einmal pro Woche mache ich mir Gedanken darüber, was es zu essen geben könnte. Ich nehme mir meine Rezeptsammlung zur Hand und blättere alles durch oder aber ich lasse meine Familie entscheiden. Dazu habe ich Eisstäbchen aus Holz mit allen Gerichtsnamen beschriftet und in ein Gefäß gesteckt. So kann jeder per Zufallsprinzip „bestimmen“, was auf den Tisch kommt. Soweit so gut.
Nach dieser Auswahl bestücke ich dann die Einkaufsliste. Zusätzlich finden dann noch ein paar Dinge ihren Platz, die alltäglich benötigt werden, z. B. für das Frühstück oder die Schulbrote.
In aller Regel geht mein Mann einkaufen. Was er dann noch rechts und links zusätzlich in den Einkaufswagen packt, das bekomme ich nicht mit. 
Aber manchmal gehe ich mit oder sogar ganz allein, weil ich die Zeit habe und ich auch mal ganz gern einkaufen gehe – gerade beim Discounter. Neben Lebensmitteln gibt es ja doch mal die Möglichkeit hier und da zu stöbern. 
Klar finde ich auch mal Sachen, an die man beim Erstellen der Liste nicht gedacht hat. 


Das kaufen all dieser Sachen, ob es sich dabei um Lebensmittel oder Non-food handelt, ist kein Problem. Das Problem ergibt sich erst dann, wenn ich dann doch anfange, sie zu essen. 
Leider handelt es sich dabei auch nicht gerade um gesunde Dinge. 
Und das ist nun wirklich schwierig, weil sich das dann auch auf der Waage zeigt. Mein niedrigstes Gewicht war knapp unter 73 kg. Ich hatte mir als Obergrenze 75 kg gesetzt. Aktuell bin ich seit mehreren Wochen bei knapp 78 kg. 
Das ist mir zu viel. 
Ich kann mich immer mal zwei, drei Tage am Stück disziplinieren und nur drei Mahlzeiten essen und auf Zucker verzichten. 
Aber dann setzt bei mir etwas aus und ich greife dann ständig zu irgendwas. Viel kann ich immer gar nicht essen, aber hier einen Keks, da ein Gummibärchen, dort ne Erdbeere. Ich trickse mich selbst aus und überliste mein Hungergefühl bzw. Sättigungsgefühl. Das geht auch nur, weil das Zeug halt da ist und es somit möglich ist, dass alles zu essen.
Hinzukommt, dass ich nicht allein lebe. Es sind also immer Lebensmittel da, die für mich eigentlich nicht gut sind. 
Ich muss mir für mich eine Strategie einfallen lassen, wie ich damit umgehe, bzw. Wege finden, mich nicht selbst auszutricksen. 

Was mir bislang ganz gut gelingt, ist, dass ich mich auf Arbeit anders verhalte als früher. In meinen Schubladen befindet sich nichts zu essen oder zu naschen. Auch ist es mir bislang noch nicht wieder passiert, dass ich fremdgesteuert los renne und mir wahllos etwas hole. Wenn ich mir etwas hole, dann denke ich vorher darüber nach – auch über Wahlmöglichkeiten – und hole mir dann ganz gezielt eine Sache, aber nicht zwei oder drei – so wie früher – und esse dann alles, weil es ja da ist.

Es ist manchmal wirklich sehr schwierig. 
Wahrscheinlich sollte ich alles insgesamt etwas bewusster machen. Somit fallen einem, die Fallen schneller auf und man kann ihnen ausweichen. 
Letztlich muss man sich aber auch vor Augen führen, dass man sich an seine eigenen Regeln hält. 

Habt ihr Regeln, an die ihr Euch haltet oder eben auch nicht? 
Fällt es Euch schwer? 
Was sind das für Regeln?  Und wie schafft ihr es doch, Euch daran zu halten?

30 Tage Foto-Challenge

Man macht Bilder von sich selbst, von Tieren, von Kindern, von Blumen und überhaupt…
Hier eine Liste mit 30 Ideen, von denen man täglich ein Foto macht. Die Reihenfolge ist egal. Schaffst Du es, jeden Tag ein Bild zu machen?

  1. Selbstportrait/Selfie
  2. Etwas Grünes
  3. Am Abend
  4. Routine
  5. Etwas Geliebtes
  6. Etwas Blaues
  7. Abendbrot
  8. Frühstück
  9. Augen
  10. Technik
  11. Schuhe
  12. Deine Tasche
  13. Tier(e)
  14. Blumen
  15. Schwarz-weiß
  16. Linien
  17. Köstliches
  18. Liebe ist…
  19. Besteck
  20. Kaffee/Tee
  21. Geld
  22. Etwas Rotes
  23. Glück
  24. Muster
  25. Alt
  26. Schatten
  27. Kraft/Stärke
  28. Bäume
  29. Wasser
  30. Kinder

Aminosäuren

Dieses Projekt ist großartig gescheitert.

Ich hatte ja den Plan, etwas von meinen Nahrungsergänzungsmittel abzusetzen. Nachdem mein Hausarzt meinte, dass er dazu nichts sagen kann, weil er davon keine Ahnung hat, habe ich auf eigene Faust beschlossen, die zwei täglichen Kapseln Aminosäuren nicht mehr zu nehmen, da ich der Meinung war, dass ich ausreichend Eiweiß zu mir nehmen und ich im März eine Blutuntersuchung haben werde, die mir sagt, ob das in Ordnung ist. 

Bereits nach zwei Wochen habe ich eine Rolle rückwärts gemacht. Um die Wirkung der Aminosäuren streiten sich ja die Geister. Ich kann nur sagen, dass sie mir helfen, mein Gewicht zu halten.

In den zwei Wochen, in denen ich sie nicht nahm, habe ich mein Essverhalten nicht geändert und ich habe zugenommen. Merklich zugenommen. Ich habe da ja sonst leider kein so gutes Gespür dafür, aber hier habe ich gemerkt, dass sich etwas verändert hatte. Ich brauchte wirklich nicht lange herumraten und nachforschen. Es waren die fehlenden Aminosäuren. Aus der Panik heraus, dass ich noch mehr zunehme, habe ich sie also sofort wieder genommen und siehe da … Mein Gewicht hat sich wieder reguliert und ich habe das dazu gewonnene Gewicht wieder verloren.

Es kann schon sein, dass ich genug und ausreichend Eiweiß über die Nahrung zu mir nehme. Aminosäuren unterstützen und helfen beim Muskel- und Zellenaufbau und Kollagenbildung. Die Muskeln brauchen wir zur Fettverbrennung. Aminosäuren sind ja nicht nur Eiweiß.

Ich werde diese Kapseln also nicht absetzen, selbst wenn ausreichend Eiweiß in meiner Nahrung vertreten ist.

Außerdem war es die zwei Wochen schon komisch, die Kapseln nicht zu nehmen. Die dafür vorgesehenen Uhrzeiten haben sich doch schon sehr in die innere Uhr integriert. So nehme ich sie also, wie gewohnt, weiter. Ein anderes Mittel, welches ich absetzen könnte, fällt mir nicht ein. Ich muss auch sagen, dass ich sehr gut mit allem klarkomme. Klar darf ich meinen Dispenser nicht vergessen und ja, die Tabletten sind mein ständiger Begleiter, aber es ist kein Opfer, dass ich erbringe. Es hilft und dient meiner Gesundheit und die ist mir das alles wert.

Fotorallye Winterurlaub

Oft macht man eh viele Bilder, wenn man im Urlaub ist, warum nicht mal eine kleine Liste von Dingen abarbeiten?
Lustig auch in einem kleinen Wettstreit mit Mitreisenden.

  • Gepackte Taschen
  • Gepacktes Auto
  • Straßenschild
  • Noch zu fahrende Kilometer
  • Ortsschild
  • Hausnummer der Unterkunft
  • Ski
  • Skischuhe
  • Helm
  • Umgebung
  • Lift
  • Wolken
  • Himmel
  • Köstliches (eventuell lokal)
  • Schatten
  • Selfie
  • Wegweiser
  • Sonnenbrille
  • Schneeball
  • Getränk
  • Partypeople

Dokumentationsfilm

An dieser Stelle und heute möchte ich auf einen Dokumentationsfilm in der ZDF-Mediathek hinweisen.

Darin geht es um zwei Menschen, die sich einer magenverkleinernden Operation unterzogen haben. Dieser Film ist dieser Methode des Gewichtsverlustes eher kritisch gegenüber eingestellt, wie ich finde. Das ist auch gut so, denn das, was ich darin gesehen und gehört habe, habe ich entweder selbst so erlebt oder von anderen gehört, dass es bei ihnen auch so war.

Der Film hat nicht das Ziel, dass man sich für solch eine Operation entscheidet und diesen Weg gehen soll, mich hätte das wahrscheinlich eher abgeschreckt und hätte sehr große Zweifel in mir hervorgerufen. Noch mehr, als ich sie eh schon hatte. Ja, es gibt negative Beispiele, aber es gibt doch auch so viele Menschen, denen es gut geht damit. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass die Personen im Film es wirklich bereut haben, sie haben das nur insgesamt unterschätzt oder eben anders gedacht. Solch eine Operation hilft beim Abnehmen, löst aber nicht die Probleme, die zum Übergewicht geführt haben oder die Probleme, die man wegen des Übergewichts hatte.

Ich schaue mir gern solche Dokumentationen an, weil ich finde, dass es viel zu wenige davon gibt. So viele Menschen sind von Übergewicht betroffen und suchen nach Lösungen. Leider reicht es nicht, ihnen zu sagen, dass man mit Disziplin alles wieder in den Griff bekommen kann. Leider nicht!

Dieses Denken ist nämlich nicht richtig. Mit Disziplin kann ein gesunder Mensch vielleicht ein, zwei Tage auf etwas Spezielles verzichten, nicht aber wenn du süchtig bist. Diese Sucht verbietet es dir, Verzicht und Enthaltsamkeit zu üben. Ich weiß, dass viele Menschen denken, dass das nur eine Ausrede ist. Ich habe es aber am eigenen Leib gespürt und spüre es noch immer. Vor nicht allzu langer Zeit hätte auch ich gesagt, dass es mir an Disziplin fehlt. Mittlerweile denke ich anders darüber.

Was ist, wenn dir die Disziplin mit Verzicht und Enthaltsamkeit, sowohl körperlich als auch mentale Schmerzen zufügt? Erst kreisen die Gedanken die ganze Zeit umher. Die Gedanken kann man eventuell hier und da noch unterbrechen und versuchen, sich selbst davon zu überzeugen, an etwas anderes zu denken, bzw. sich dazu bringen, sich abzulenken, in dem man etwas tut – völlig egal, was.

Vielleicht hat man Glück, und man ist durch die Beschäftigung tatsächlich so sehr abgelenkt, dass man seinen Kopf damit ausgetrickst hat.

Vielleicht klappt es aber auch nicht.

Vielleicht ist das Unterbewusstsein schon soweit, dass es die Kontrolle übernimmt und somit der Kühlschrank oder die Schublade mit den Süßigkeiten geöffnet wird und sich wahllos irgendetwas in den Mund gesteckt wird.

Vielleicht, vielleicht, vielleicht. Die Dokumentation kann man sich ansehen. Ihr findet sie hier: https://www.zdf.de/play/reportagen/37-grad-leben-102/abnehmen-durch-magen-op-langer-weg-durch-dick-und-duenn-102?q=Magen

Fuß-OP

Es ist geschehen. Ich habe mich am Fuß operieren lassen. 

Ich war im Vorfeld so aufgeregt und nervös; beinahe wäre ich noch vom OP-Tisch gesprungen. Wobei das nicht ganz einfach geworden wäre, denn ich habe mich für eine Spinalanästhesie entschieden und war somit von der Hüfte an abwärts gelähmt und gefühllos. Mit dieser Entscheidung habe ich mich durchaus schwergetan und bis zur letzten Minute gewartet. Vorher hatte ich mit meiner Mutter und meiner Schwester gesprochen, die das schon mal gemacht haben und davon begeistert waren.

Aufgrund meiner Magen-OP wurde mir auch von ärztlicher Seite her dazu abgeraten. Bei einer Vollnarkose wird einem ein Tubus gesetzt, der zu Schwierigkeiten führen kann. Es besteht dann die Möglichkeit, dass Magensäure in die Lunge dringt, was sehr unschön enden könnte. 

So lag ich also auf dem OP-Tisch und habe zugesehen, wie mein Bein desinfiziert wurde. Dabei wurde es angehoben und das hat mich schockiert. Wenn ich es nicht gesehen hätte, hätte ich es nicht mitbekommen, dass da was gemacht wurde. Die absolute Gefühllosigkeit. Das war sehr merkwürdig. Während der OP habe ich auch ein Tuch vor die Nase bekommen, so konnte ich nichts sehen. Zusätzlich hatte ich Kopfhörer auf. Die Schwestern waren wirklich nett und sehr bemüht. Etwas kalt war mir währenddessen, und ich habe sofort eine Wärmedecke bekommen. Meine Kopfhörer bzw. die Musik konnte allerdings nicht ganz die Geräusche der Geräte übertönen. Nach etwas mehr als zwei Stunden wurde ich dann in den Aufwachraum gebracht und konnte direkt von dort aus meiner Familie mitteilen, dass es mir gut geht. Der Vorteil dieser Narkoseart ist, dass sie nicht im Kopf ankommt und man deswegen nicht so schläfrig und matsche ist. Der Nachteil ist, dass man einige Stunden lang nicht aufstehen kann und auch die Blasenkontrolle darunter leidet. Der Narkosearzt sagte mir dann noch, dass das Gefühl zuerst kommt, aber die Kraft erst ganz zum Schluss. Es war irgendwie lustig, zu beobachten, wie so ganz langsam das Gefühl und die Bewegung wieder zurückkamen. Ich habe mir den Luxus gegönnt und mir ein Einzelzimmer geleistet. Wenn ich Besuch bekomme, störe ich keinen anderen und umgekehrt. Außerdem kann ich mich so verhalten, wie ich es möchte und gehe sonst niemanden damit auf die Nerven.

Ein wenig Sorge hatte ich, was das Essen angeht, denn das Essen im Krankenhaus ist nicht gut und zusätzlich kann ich nicht alles essen mit meinem Magen. Da habe ich aber etwas vorgesorgt und mir mein eigenes Brot mitgebracht. Mein erstes Frühstück dort war allerdings der Knaller: es gab Croissant, ein Ei, ein Brötchen, Apfelsaft und eine Zeitung.

Meine Tochter war im gleichen Krankenhaus, auch auf der gleichen Station. Das bekam sie nicht. Auch wenn ich das so nicht alles essen konnte und es mir im Grunde darauf auch nicht ankam, würde ich mir doch immer wieder ein Einzelzimmer gönnen. Ja, es kostet mehr, aber der Genesung ist es zuträglich und so zu rechtfertigen.

Nach zwei Tagen Aufenthalt durfte ich dann nach Hause. Da wollte ich auch unbedingt hin, denn zu Hause und in gewohnter Umgebung heilt man ja am besten. Es stellte sich dann allerdings nur so dar, dass ich doch eine größere Belastung war, als gedacht, denn die Erkältung meines Mannes stellte sich als eine Lungenentzündung heraus. So ein Mist! Da habe ich im November meine OP wegen Weihnachten verschoben und dann ist der neu gewählte Zeitpunkt noch schlechter. Ich konnte nichts machen. Die ersten zwei Wochen nach der OP durfte ich den Fuß absolut nicht belasten. Egal was ich machen wollte, ich brauchte immer Hilfe. Das war wirklich blöd.

Nach zwölf Tagen sollten die Fäden gezogen werden. Also bin ich zum Arzt gefahren. Ich kam in einen kleinen Raum mit einer Liege, auf die ich mich setzen sollte. Neben meinem Mann waren dann dort noch zwei ganz frische Azubis, ein fortgeschrittener Azubi und ein Arzt in dem Raum – mit mir also sechs Personen. Vor dem Ziehen der Fäden hatte ich Angst. Der Fuß wurde also ausgepackt und es ging los. Ein Schnitt hier, ein Schnitt dort, dann wurde gezogen, festgezogen, so dass es mir weh tat. Ratlosigkeit machte sich breit und mir wurde schwindlig. Mein Kreislauf drohte zusammenzubrechen. Es wurde mir ein Wasser gebracht du ich legte mich hin. Es wurde viel rumgedoktert und gerätselt und Fäden wurden gesucht. Nach einigem Hin und Her wurde mir eine Einweisung ins Krankenhaus gegeben, damit die Ärzte dort die verbliebenen Fäden herausholen sollten. Auf direktem Wege ging es dann also ins Krankenhaus. Es war aber kein Tag, an dem die Fußsprechstunde stattfand. Erst wollte man mich in die Rettungsstelle schicken, dort war es aber so voll, dass ich in der Ambulanz bleiben konnte, um dort auf einen Arzt zu warten. Nach guten 2 Stunden kam eine Ärztin, die aber keine Fäden gesehen hat und mir anbot, am nächsten Tag wieder zu kommen, denn dann seien die Ärzte da, die den Fuß operiert und die Wunden genäht haben. Ich bin also, völlig fertig mit den Nerven, nach Hause gefahren und am nächsten Tag wieder hin. Tatsächlich erwartete mich dort eine der Chirurginnen, die mich operiert hatte. Der habe ich dann die ganze Geschichte erzählt und sie schaute sich den Fuß an.

Schorf und getrocknetes Blut haben die Sicht etwas versperrt, aber sie wollte unbedingt wissen, ob dort noch Fäden waren. Also hat sie mir zwei Betäubungsspritzen gegeben und so lange gesucht, bis sie zwei Fäden à 3 cm gefunden hat. Mein Mann hat ihr mit seinem Handylicht dabei assistiert und sagte mir dann, dass die Nähte doch ganz schön wieder geöffnet wurden. Sie wurden dann aber nicht genäht, sondern nur mit Klebestreifen fixiert. Dazu hat sie mir dann noch ein Antibiotikum verschrieben, dass ich vorsorglich nehmen sollte, da nun so viel an dem Fuß gemacht wurde und sie Angst hatte, dass jetzt auch noch eine Infektion dazu kommen könnte. Meine Erleichterung und Dankbarkeit war so groß, dass ich das Medikament nun auch gerne nehme.

Den Orthopäden, der mir das angetan hat, werde ich nie wieder aufsuchen – ganz sicher nicht. Ich habe mir einen anderen gesucht, der zwar auch nicht der Beste ist, aber Fäden braucht er ja auch nicht mehr ziehen. 

Mein Fuß heilt. Ich brauche schon keine Gehhilfen mehr. Zwar muss ich noch einen Spezialschuh tragen, aber so weit komme ich sehr gut zurecht. Meine Familie kann ich auch wieder unterstützen.

Man merkt ja immer erst, wie gut es einem geht, wenn einem etwas fehlt oder man es nicht benutzen kann. Selbst ein Schnitt im kleinen Finger oder Daumen schränkt einen schon ein. Wenn ein Fuß ausfällt, auch wenn gewollt und geplant, ist es eine wirklich heftige Einschränkung. Deswegen werde ich mir eine Operation am anderen Fuß sehr genau überlegen. Das ist kein Spaziergang.

Ich habe eine tolle Familie um mich herum, die mir hilft und mich unterstützt und auch die räumlichen Gegebenheiten bieten Platz für solche Einschränkungen. Dennoch bin ich dankbar dafür, dass dies keine dauerhafte Beeinträchtigung ist. 

Mit der Hilfe von Physiotherapie, eigenem Willen und Einsatz habe ich dieses Projekt hoffentlich in ein paar Wochen hinter mir. Ich freue mich schon auf meinen Urlaub, zu Ostern, in der Toskana.  Worüber ich sehr erleichtert bin, weil ich mir schon Sorgen darüber machte, ist, dass ich nicht zugenommen habe. Durch die wenige Bewegung, die ich zwangsläufig hatte, befürchtete ich dieses. Aber ein – umständlicher – Gang auf die Waage hat alle Befürchtungen und Zweifel schmelzen lassen.

Jahresrückblick

Was für ein Jahr.
Wenn man so darüber nachdenkt, ist doch eine Menge passiert. Mein Sohn ist auf die Oberschule gewechselt, meine Tochter hat ihre große Liebe gefunden, und ich habe weiterhin einen großartigen Mann, der mich in meinem Tun und Handeln immer unterstützt und mich so liebt, wie ich bin und wie ich war. 

Ich kann mir nur sehr schwer Bilder aus früheren Zeiten von mir angucken. Die Person, die sich mir darauf zeigt, kann ich einfach nicht mit mir identifizieren. Es geht einfach nicht. Zum Teil verabscheue ich diese dicke Person sogar. Wie konnte ich zulassen, dass ich so geworden war? Natürlich bin ich froh und dankbar, dass es die Möglichkeit gibt, das zu korrigieren.
Und immer noch habe ich das Gefühl, dass ich es nicht richtig verdient habe, hier zu sitzen mit einem viel gesünderen Ich als noch vor fast zwei Jahren war.

Es war nicht immer leicht, und die Entscheidung zu solch einer Operation ist mir nicht leichtgefallen. Oft hört man, dass man bei der Abnahme Geduld haben soll, denn schließlich sei man ja auch nicht über Nacht dick geworden.
Das sind Worte, die einem zu den Ohren heraus hängen und fürchterlich stressen  – zumindest mich.

Wenn man einen Magen hat, in den womöglich zwei Liter Nahrung hineinpasst, der mit 150 ml klare Brühe, kein Sättigungsgefühl erfährt, wie soll man da Geduld aufbringen, wenn einem ständig signalisiert wird, dass man noch Hunger hat?
Das geht nicht.

Ein Magen, der ein Fassungsvolumen von maximal 20 ml hat, sagt einem, dann aber doch recht schnell, dass es genug und ausreichend ist.
Da spielt Geduld dann auch gar keine Rolle mehr. Das Sättigungssignal kommt recht schnell und wenn man darauf hört und das beachtet, dann ist der ganze Prozess von Erfolg gekrönt. 

Es gibt eine Fernsehsendung, in der sehr stark übergewichtige Amerikaner abnehmen wollen und sich Hilfe bei einem Arzt suchen. Dieser nimmt seine Patienten im Programm auf, stellt aber Bedingungen, bevor er eine magenverkleinernde Operation durchführt. So müssen diese Menschen innerhalb von einem gewissen Zeitraum, eine gewisse Kilozahl abgenommen haben, bevor der Arzt überhaupt darüber nachdenkt, eine Operation durchzuführen. 

Das ist bei uns in Deutschland etwas anders.  (Antragsverfahren)
Wer hier einen bestimmten BMI erreicht hat, wird sofort operiert. Da müssen die ganzen Vorgaben zur Genehmigung eines Antrags nicht eingehalten werden. 

Die Patienten in dieser US-Doku haben alle durchweg einen BMI ab 90 und viel mehr.
Bevor diese aber nun operiert werden, müssen Sie eine Diät durchführen, die einen maximalen Kalorienverbrauch von 1.200 beinhaltet. So können und sollen sie 20 bis 40 kg innerhalb von ein bis zwei Monaten abnehmen. Dazu sollen sie Sport treiben, zumindest aber sich so viel wie möglich bewegen. 

Oft passiert es Ihnen, dass sie die Vorgaben nicht einhalten. Um dann Besserung zu loben, verzichten Sie dann auf Mahlzeiten. Mit dieser Methode, wie dort verfahren wird, bin ich nicht einverstanden. 

Was ich allerdings gut finde, ist, dass dort in der Vorbereitung zu der Operation meist auch eine Betreuung durch einen Psychologen stattfindet.
Ich finde, dass das hier in Deutschland fehlt. Vielleicht liegt es auch an der Großstadt, das mag sein. Es ist mir in den letzten knapp zwei Jahren nicht gelungen, einen Platz bei der Psychotherapie zu bekommen. 

Ich weiß nicht, ob das ein deutschlandweites Problem ist, in Berlin ist es eins.
Solch eine Therapie ist bestimmt ein guter Begleiter in dem ganzen Verfahren.
Mit der Operation lässt sich nämlich die mentale Einstellung nicht korrigieren. Irgendwann fängt der Kopf wieder an zu denken und übernimmt die Oberhand mit seinen Gewohnheiten. Da muss man wirklich sehr aufpassen. Da hätte ich mir schon etwas Unterstützung gewünscht. 

Ansonsten fällt mir immer mal wieder hier und da auf, was nun alles besser, möglich und machbar ist. Sei es eine Aktivität, wie z.B. essen gehen im Restaurant und nicht erst die Stühle wegschieben, um sich setzen zu können oder sei es aus purer Freude mal eine Klamotte anzuprobieren.

Es ist wundervoll, wenn einem die Ärzte sagen, dass man gesund ist, frei von den Begleiterscheinungen, die das Übergewicht so mit sich bringen.
Ja, es gibt Menschen, die haben einen so starken Willen und schaffen es, mit Disziplin, Durchhaltevermögen und Geduld, sich einen schlanken und gesunden Körper zu erarbeiten. Ich bewundere sie dafür. Es gibt aber auch Menschen wie mich, die schon so viele Diäten, Programme etc. durch- und mitgemacht haben und es einfach nicht geschafft haben. 

Vielleicht ist das Abnehmen auf meine Weise etwas leichter gegangen, die Arbeit liegt jetzt aber darin, das Erreichte nicht wieder kaputt zu machen. Auch das erfordert Disziplin und hier und da auch harte Arbeit. So leicht ist das alles gar nicht. 

Ich bin jedenfalls sehr dankbar, dass mir die Möglichkeit gegeben wurde, ein für mich besseres Leben leben zu können. Ich hoffe, dass ich es nicht kaputt machen werde. Ich erfreue mich jeden Tag an mir selbst, wenn ich in den Spiegel schaue. Momentan ist sogar der Wunsch nach einer WHO-OP verschwunden, weil ich mich so gut finde, wie ich bin. Ich mag fast alles an mir und kann mich so akzeptieren, wie ich bin. Glaubt mir, das war eine sehr lange Zeit nicht so.
Ich freue mich auf das, was noch kommt, was man für mich noch so bereithält.
Hoffen tue ich auf das Beste und da, wo ich nachhelfen kann, tue ich es dann auch.

Ich wünsche Euch einen guten Start in das neue Jahr. Mach das bestmögliche daraus und tut das, was Euch gut tut.