30 Tage Foto-Challenge

Man macht Bilder von sich selbst, von Tieren, von Kindern, von Blumen und überhaupt…
Hier eine Liste mit 30 Ideen, von denen man täglich ein Foto macht. Die Reihenfolge ist egal. Schaffst Du es, jeden Tag ein Bild zu machen?

  1. Selbstportrait/Selfie
  2. Etwas Grünes
  3. Am Abend
  4. Routine
  5. Etwas Geliebtes
  6. Etwas Blaues
  7. Abendbrot
  8. Frühstück
  9. Augen
  10. Technik
  11. Schuhe
  12. Deine Tasche
  13. Tier(e)
  14. Blumen
  15. Schwarz-weiß
  16. Linien
  17. Köstliches
  18. Liebe ist…
  19. Besteck
  20. Kaffee/Tee
  21. Geld
  22. Etwas Rotes
  23. Glück
  24. Muster
  25. Alt
  26. Schatten
  27. Kraft/Stärke
  28. Bäume
  29. Wasser
  30. Kinder

Aminosäuren

Dieses Projekt ist großartig gescheitert.

Ich hatte ja den Plan, etwas von meinen Nahrungsergänzungsmittel abzusetzen. Nachdem mein Hausarzt meinte, dass er dazu nichts sagen kann, weil er davon keine Ahnung hat, habe ich auf eigene Faust beschlossen, die zwei täglichen Kapseln Aminosäuren nicht mehr zu nehmen, da ich der Meinung war, dass ich ausreichend Eiweiß zu mir nehmen und ich im März eine Blutuntersuchung haben werde, die mir sagt, ob das in Ordnung ist. 

Bereits nach zwei Wochen habe ich eine Rolle rückwärts gemacht. Um die Wirkung der Aminosäuren streiten sich ja die Geister. Ich kann nur sagen, dass sie mir helfen, mein Gewicht zu halten.

In den zwei Wochen, in denen ich sie nicht nahm, habe ich mein Essverhalten nicht geändert und ich habe zugenommen. Merklich zugenommen. Ich habe da ja sonst leider kein so gutes Gespür dafür, aber hier habe ich gemerkt, dass sich etwas verändert hatte. Ich brauchte wirklich nicht lange herumraten und nachforschen. Es waren die fehlenden Aminosäuren. Aus der Panik heraus, dass ich noch mehr zunehme, habe ich sie also sofort wieder genommen und siehe da … Mein Gewicht hat sich wieder reguliert und ich habe das dazu gewonnene Gewicht wieder verloren.

Es kann schon sein, dass ich genug und ausreichend Eiweiß über die Nahrung zu mir nehme. Aminosäuren unterstützen und helfen beim Muskel- und Zellenaufbau und Kollagenbildung. Die Muskeln brauchen wir zur Fettverbrennung. Aminosäuren sind ja nicht nur Eiweiß.

Ich werde diese Kapseln also nicht absetzen, selbst wenn ausreichend Eiweiß in meiner Nahrung vertreten ist.

Außerdem war es die zwei Wochen schon komisch, die Kapseln nicht zu nehmen. Die dafür vorgesehenen Uhrzeiten haben sich doch schon sehr in die innere Uhr integriert. So nehme ich sie also, wie gewohnt, weiter. Ein anderes Mittel, welches ich absetzen könnte, fällt mir nicht ein. Ich muss auch sagen, dass ich sehr gut mit allem klarkomme. Klar darf ich meinen Dispenser nicht vergessen und ja, die Tabletten sind mein ständiger Begleiter, aber es ist kein Opfer, dass ich erbringe. Es hilft und dient meiner Gesundheit und die ist mir das alles wert.

Fotorallye Winterurlaub

Oft macht man eh viele Bilder, wenn man im Urlaub ist, warum nicht mal eine kleine Liste von Dingen abarbeiten?
Lustig auch in einem kleinen Wettstreit mit Mitreisenden.

  • Gepackte Taschen
  • Gepacktes Auto
  • Straßenschild
  • Noch zu fahrende Kilometer
  • Ortsschild
  • Hausnummer der Unterkunft
  • Ski
  • Skischuhe
  • Helm
  • Umgebung
  • Lift
  • Wolken
  • Himmel
  • Köstliches (eventuell lokal)
  • Schatten
  • Selfie
  • Wegweiser
  • Sonnenbrille
  • Schneeball
  • Getränk
  • Partypeople

Dokumentationsfilm

An dieser Stelle und heute möchte ich auf einen Dokumentationsfilm in der ZDF-Mediathek hinweisen.

Darin geht es um zwei Menschen, die sich einer magenverkleinernden Operation unterzogen haben. Dieser Film ist dieser Methode des Gewichtsverlustes eher kritisch gegenüber eingestellt, wie ich finde. Das ist auch gut so, denn das, was ich darin gesehen und gehört habe, habe ich entweder selbst so erlebt oder von anderen gehört, dass es bei ihnen auch so war.

Der Film hat nicht das Ziel, dass man sich für solch eine Operation entscheidet und diesen Weg gehen soll, mich hätte das wahrscheinlich eher abgeschreckt und hätte sehr große Zweifel in mir hervorgerufen. Noch mehr, als ich sie eh schon hatte. Ja, es gibt negative Beispiele, aber es gibt doch auch so viele Menschen, denen es gut geht damit. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass die Personen im Film es wirklich bereut haben, sie haben das nur insgesamt unterschätzt oder eben anders gedacht. Solch eine Operation hilft beim Abnehmen, löst aber nicht die Probleme, die zum Übergewicht geführt haben oder die Probleme, die man wegen des Übergewichts hatte.

Ich schaue mir gern solche Dokumentationen an, weil ich finde, dass es viel zu wenige davon gibt. So viele Menschen sind von Übergewicht betroffen und suchen nach Lösungen. Leider reicht es nicht, ihnen zu sagen, dass man mit Disziplin alles wieder in den Griff bekommen kann. Leider nicht!

Dieses Denken ist nämlich nicht richtig. Mit Disziplin kann ein gesunder Mensch vielleicht ein, zwei Tage auf etwas Spezielles verzichten, nicht aber wenn du süchtig bist. Diese Sucht verbietet es dir, Verzicht und Enthaltsamkeit zu üben. Ich weiß, dass viele Menschen denken, dass das nur eine Ausrede ist. Ich habe es aber am eigenen Leib gespürt und spüre es noch immer. Vor nicht allzu langer Zeit hätte auch ich gesagt, dass es mir an Disziplin fehlt. Mittlerweile denke ich anders darüber.

Was ist, wenn dir die Disziplin mit Verzicht und Enthaltsamkeit, sowohl körperlich als auch mentale Schmerzen zufügt? Erst kreisen die Gedanken die ganze Zeit umher. Die Gedanken kann man eventuell hier und da noch unterbrechen und versuchen, sich selbst davon zu überzeugen, an etwas anderes zu denken, bzw. sich dazu bringen, sich abzulenken, in dem man etwas tut – völlig egal, was.

Vielleicht hat man Glück, und man ist durch die Beschäftigung tatsächlich so sehr abgelenkt, dass man seinen Kopf damit ausgetrickst hat.

Vielleicht klappt es aber auch nicht.

Vielleicht ist das Unterbewusstsein schon soweit, dass es die Kontrolle übernimmt und somit der Kühlschrank oder die Schublade mit den Süßigkeiten geöffnet wird und sich wahllos irgendetwas in den Mund gesteckt wird.

Vielleicht, vielleicht, vielleicht. Die Dokumentation kann man sich ansehen. Ihr findet sie hier: https://www.zdf.de/play/reportagen/37-grad-leben-102/abnehmen-durch-magen-op-langer-weg-durch-dick-und-duenn-102?q=Magen

Fuß-OP

Es ist geschehen. Ich habe mich am Fuß operieren lassen. 

Ich war im Vorfeld so aufgeregt und nervös; beinahe wäre ich noch vom OP-Tisch gesprungen. Wobei das nicht ganz einfach geworden wäre, denn ich habe mich für eine Spinalanästhesie entschieden und war somit von der Hüfte an abwärts gelähmt und gefühllos. Mit dieser Entscheidung habe ich mich durchaus schwergetan und bis zur letzten Minute gewartet. Vorher hatte ich mit meiner Mutter und meiner Schwester gesprochen, die das schon mal gemacht haben und davon begeistert waren.

Aufgrund meiner Magen-OP wurde mir auch von ärztlicher Seite her dazu abgeraten. Bei einer Vollnarkose wird einem ein Tubus gesetzt, der zu Schwierigkeiten führen kann. Es besteht dann die Möglichkeit, dass Magensäure in die Lunge dringt, was sehr unschön enden könnte. 

So lag ich also auf dem OP-Tisch und habe zugesehen, wie mein Bein desinfiziert wurde. Dabei wurde es angehoben und das hat mich schockiert. Wenn ich es nicht gesehen hätte, hätte ich es nicht mitbekommen, dass da was gemacht wurde. Die absolute Gefühllosigkeit. Das war sehr merkwürdig. Während der OP habe ich auch ein Tuch vor die Nase bekommen, so konnte ich nichts sehen. Zusätzlich hatte ich Kopfhörer auf. Die Schwestern waren wirklich nett und sehr bemüht. Etwas kalt war mir währenddessen, und ich habe sofort eine Wärmedecke bekommen. Meine Kopfhörer bzw. die Musik konnte allerdings nicht ganz die Geräusche der Geräte übertönen. Nach etwas mehr als zwei Stunden wurde ich dann in den Aufwachraum gebracht und konnte direkt von dort aus meiner Familie mitteilen, dass es mir gut geht. Der Vorteil dieser Narkoseart ist, dass sie nicht im Kopf ankommt und man deswegen nicht so schläfrig und matsche ist. Der Nachteil ist, dass man einige Stunden lang nicht aufstehen kann und auch die Blasenkontrolle darunter leidet. Der Narkosearzt sagte mir dann noch, dass das Gefühl zuerst kommt, aber die Kraft erst ganz zum Schluss. Es war irgendwie lustig, zu beobachten, wie so ganz langsam das Gefühl und die Bewegung wieder zurückkamen. Ich habe mir den Luxus gegönnt und mir ein Einzelzimmer geleistet. Wenn ich Besuch bekomme, störe ich keinen anderen und umgekehrt. Außerdem kann ich mich so verhalten, wie ich es möchte und gehe sonst niemanden damit auf die Nerven.

Ein wenig Sorge hatte ich, was das Essen angeht, denn das Essen im Krankenhaus ist nicht gut und zusätzlich kann ich nicht alles essen mit meinem Magen. Da habe ich aber etwas vorgesorgt und mir mein eigenes Brot mitgebracht. Mein erstes Frühstück dort war allerdings der Knaller: es gab Croissant, ein Ei, ein Brötchen, Apfelsaft und eine Zeitung.

Meine Tochter war im gleichen Krankenhaus, auch auf der gleichen Station. Das bekam sie nicht. Auch wenn ich das so nicht alles essen konnte und es mir im Grunde darauf auch nicht ankam, würde ich mir doch immer wieder ein Einzelzimmer gönnen. Ja, es kostet mehr, aber der Genesung ist es zuträglich und so zu rechtfertigen.

Nach zwei Tagen Aufenthalt durfte ich dann nach Hause. Da wollte ich auch unbedingt hin, denn zu Hause und in gewohnter Umgebung heilt man ja am besten. Es stellte sich dann allerdings nur so dar, dass ich doch eine größere Belastung war, als gedacht, denn die Erkältung meines Mannes stellte sich als eine Lungenentzündung heraus. So ein Mist! Da habe ich im November meine OP wegen Weihnachten verschoben und dann ist der neu gewählte Zeitpunkt noch schlechter. Ich konnte nichts machen. Die ersten zwei Wochen nach der OP durfte ich den Fuß absolut nicht belasten. Egal was ich machen wollte, ich brauchte immer Hilfe. Das war wirklich blöd.

Nach zwölf Tagen sollten die Fäden gezogen werden. Also bin ich zum Arzt gefahren. Ich kam in einen kleinen Raum mit einer Liege, auf die ich mich setzen sollte. Neben meinem Mann waren dann dort noch zwei ganz frische Azubis, ein fortgeschrittener Azubi und ein Arzt in dem Raum – mit mir also sechs Personen. Vor dem Ziehen der Fäden hatte ich Angst. Der Fuß wurde also ausgepackt und es ging los. Ein Schnitt hier, ein Schnitt dort, dann wurde gezogen, festgezogen, so dass es mir weh tat. Ratlosigkeit machte sich breit und mir wurde schwindlig. Mein Kreislauf drohte zusammenzubrechen. Es wurde mir ein Wasser gebracht du ich legte mich hin. Es wurde viel rumgedoktert und gerätselt und Fäden wurden gesucht. Nach einigem Hin und Her wurde mir eine Einweisung ins Krankenhaus gegeben, damit die Ärzte dort die verbliebenen Fäden herausholen sollten. Auf direktem Wege ging es dann also ins Krankenhaus. Es war aber kein Tag, an dem die Fußsprechstunde stattfand. Erst wollte man mich in die Rettungsstelle schicken, dort war es aber so voll, dass ich in der Ambulanz bleiben konnte, um dort auf einen Arzt zu warten. Nach guten 2 Stunden kam eine Ärztin, die aber keine Fäden gesehen hat und mir anbot, am nächsten Tag wieder zu kommen, denn dann seien die Ärzte da, die den Fuß operiert und die Wunden genäht haben. Ich bin also, völlig fertig mit den Nerven, nach Hause gefahren und am nächsten Tag wieder hin. Tatsächlich erwartete mich dort eine der Chirurginnen, die mich operiert hatte. Der habe ich dann die ganze Geschichte erzählt und sie schaute sich den Fuß an.

Schorf und getrocknetes Blut haben die Sicht etwas versperrt, aber sie wollte unbedingt wissen, ob dort noch Fäden waren. Also hat sie mir zwei Betäubungsspritzen gegeben und so lange gesucht, bis sie zwei Fäden à 3 cm gefunden hat. Mein Mann hat ihr mit seinem Handylicht dabei assistiert und sagte mir dann, dass die Nähte doch ganz schön wieder geöffnet wurden. Sie wurden dann aber nicht genäht, sondern nur mit Klebestreifen fixiert. Dazu hat sie mir dann noch ein Antibiotikum verschrieben, dass ich vorsorglich nehmen sollte, da nun so viel an dem Fuß gemacht wurde und sie Angst hatte, dass jetzt auch noch eine Infektion dazu kommen könnte. Meine Erleichterung und Dankbarkeit war so groß, dass ich das Medikament nun auch gerne nehme.

Den Orthopäden, der mir das angetan hat, werde ich nie wieder aufsuchen – ganz sicher nicht. Ich habe mir einen anderen gesucht, der zwar auch nicht der Beste ist, aber Fäden braucht er ja auch nicht mehr ziehen. 

Mein Fuß heilt. Ich brauche schon keine Gehhilfen mehr. Zwar muss ich noch einen Spezialschuh tragen, aber so weit komme ich sehr gut zurecht. Meine Familie kann ich auch wieder unterstützen.

Man merkt ja immer erst, wie gut es einem geht, wenn einem etwas fehlt oder man es nicht benutzen kann. Selbst ein Schnitt im kleinen Finger oder Daumen schränkt einen schon ein. Wenn ein Fuß ausfällt, auch wenn gewollt und geplant, ist es eine wirklich heftige Einschränkung. Deswegen werde ich mir eine Operation am anderen Fuß sehr genau überlegen. Das ist kein Spaziergang.

Ich habe eine tolle Familie um mich herum, die mir hilft und mich unterstützt und auch die räumlichen Gegebenheiten bieten Platz für solche Einschränkungen. Dennoch bin ich dankbar dafür, dass dies keine dauerhafte Beeinträchtigung ist. 

Mit der Hilfe von Physiotherapie, eigenem Willen und Einsatz habe ich dieses Projekt hoffentlich in ein paar Wochen hinter mir. Ich freue mich schon auf meinen Urlaub, zu Ostern, in der Toskana.  Worüber ich sehr erleichtert bin, weil ich mir schon Sorgen darüber machte, ist, dass ich nicht zugenommen habe. Durch die wenige Bewegung, die ich zwangsläufig hatte, befürchtete ich dieses. Aber ein – umständlicher – Gang auf die Waage hat alle Befürchtungen und Zweifel schmelzen lassen.

Jahresrückblick

Was für ein Jahr.
Wenn man so darüber nachdenkt, ist doch eine Menge passiert. Mein Sohn ist auf die Oberschule gewechselt, meine Tochter hat ihre große Liebe gefunden, und ich habe weiterhin einen großartigen Mann, der mich in meinem Tun und Handeln immer unterstützt und mich so liebt, wie ich bin und wie ich war. 

Ich kann mir nur sehr schwer Bilder aus früheren Zeiten von mir angucken. Die Person, die sich mir darauf zeigt, kann ich einfach nicht mit mir identifizieren. Es geht einfach nicht. Zum Teil verabscheue ich diese dicke Person sogar. Wie konnte ich zulassen, dass ich so geworden war? Natürlich bin ich froh und dankbar, dass es die Möglichkeit gibt, das zu korrigieren.
Und immer noch habe ich das Gefühl, dass ich es nicht richtig verdient habe, hier zu sitzen mit einem viel gesünderen Ich als noch vor fast zwei Jahren war.

Es war nicht immer leicht, und die Entscheidung zu solch einer Operation ist mir nicht leichtgefallen. Oft hört man, dass man bei der Abnahme Geduld haben soll, denn schließlich sei man ja auch nicht über Nacht dick geworden.
Das sind Worte, die einem zu den Ohren heraus hängen und fürchterlich stressen  – zumindest mich.

Wenn man einen Magen hat, in den womöglich zwei Liter Nahrung hineinpasst, der mit 150 ml klare Brühe, kein Sättigungsgefühl erfährt, wie soll man da Geduld aufbringen, wenn einem ständig signalisiert wird, dass man noch Hunger hat?
Das geht nicht.

Ein Magen, der ein Fassungsvolumen von maximal 20 ml hat, sagt einem, dann aber doch recht schnell, dass es genug und ausreichend ist.
Da spielt Geduld dann auch gar keine Rolle mehr. Das Sättigungssignal kommt recht schnell und wenn man darauf hört und das beachtet, dann ist der ganze Prozess von Erfolg gekrönt. 

Es gibt eine Fernsehsendung, in der sehr stark übergewichtige Amerikaner abnehmen wollen und sich Hilfe bei einem Arzt suchen. Dieser nimmt seine Patienten im Programm auf, stellt aber Bedingungen, bevor er eine magenverkleinernde Operation durchführt. So müssen diese Menschen innerhalb von einem gewissen Zeitraum, eine gewisse Kilozahl abgenommen haben, bevor der Arzt überhaupt darüber nachdenkt, eine Operation durchzuführen. 

Das ist bei uns in Deutschland etwas anders.  (Antragsverfahren)
Wer hier einen bestimmten BMI erreicht hat, wird sofort operiert. Da müssen die ganzen Vorgaben zur Genehmigung eines Antrags nicht eingehalten werden. 

Die Patienten in dieser US-Doku haben alle durchweg einen BMI ab 90 und viel mehr.
Bevor diese aber nun operiert werden, müssen Sie eine Diät durchführen, die einen maximalen Kalorienverbrauch von 1.200 beinhaltet. So können und sollen sie 20 bis 40 kg innerhalb von ein bis zwei Monaten abnehmen. Dazu sollen sie Sport treiben, zumindest aber sich so viel wie möglich bewegen. 

Oft passiert es Ihnen, dass sie die Vorgaben nicht einhalten. Um dann Besserung zu loben, verzichten Sie dann auf Mahlzeiten. Mit dieser Methode, wie dort verfahren wird, bin ich nicht einverstanden. 

Was ich allerdings gut finde, ist, dass dort in der Vorbereitung zu der Operation meist auch eine Betreuung durch einen Psychologen stattfindet.
Ich finde, dass das hier in Deutschland fehlt. Vielleicht liegt es auch an der Großstadt, das mag sein. Es ist mir in den letzten knapp zwei Jahren nicht gelungen, einen Platz bei der Psychotherapie zu bekommen. 

Ich weiß nicht, ob das ein deutschlandweites Problem ist, in Berlin ist es eins.
Solch eine Therapie ist bestimmt ein guter Begleiter in dem ganzen Verfahren.
Mit der Operation lässt sich nämlich die mentale Einstellung nicht korrigieren. Irgendwann fängt der Kopf wieder an zu denken und übernimmt die Oberhand mit seinen Gewohnheiten. Da muss man wirklich sehr aufpassen. Da hätte ich mir schon etwas Unterstützung gewünscht. 

Ansonsten fällt mir immer mal wieder hier und da auf, was nun alles besser, möglich und machbar ist. Sei es eine Aktivität, wie z.B. essen gehen im Restaurant und nicht erst die Stühle wegschieben, um sich setzen zu können oder sei es aus purer Freude mal eine Klamotte anzuprobieren.

Es ist wundervoll, wenn einem die Ärzte sagen, dass man gesund ist, frei von den Begleiterscheinungen, die das Übergewicht so mit sich bringen.
Ja, es gibt Menschen, die haben einen so starken Willen und schaffen es, mit Disziplin, Durchhaltevermögen und Geduld, sich einen schlanken und gesunden Körper zu erarbeiten. Ich bewundere sie dafür. Es gibt aber auch Menschen wie mich, die schon so viele Diäten, Programme etc. durch- und mitgemacht haben und es einfach nicht geschafft haben. 

Vielleicht ist das Abnehmen auf meine Weise etwas leichter gegangen, die Arbeit liegt jetzt aber darin, das Erreichte nicht wieder kaputt zu machen. Auch das erfordert Disziplin und hier und da auch harte Arbeit. So leicht ist das alles gar nicht. 

Ich bin jedenfalls sehr dankbar, dass mir die Möglichkeit gegeben wurde, ein für mich besseres Leben leben zu können. Ich hoffe, dass ich es nicht kaputt machen werde. Ich erfreue mich jeden Tag an mir selbst, wenn ich in den Spiegel schaue. Momentan ist sogar der Wunsch nach einer WHO-OP verschwunden, weil ich mich so gut finde, wie ich bin. Ich mag fast alles an mir und kann mich so akzeptieren, wie ich bin. Glaubt mir, das war eine sehr lange Zeit nicht so.
Ich freue mich auf das, was noch kommt, was man für mich noch so bereithält.
Hoffen tue ich auf das Beste und da, wo ich nachhelfen kann, tue ich es dann auch.

Ich wünsche Euch einen guten Start in das neue Jahr. Mach das bestmögliche daraus und tut das, was Euch gut tut.

Bauch-Sono

Ab und zu habe ich Bauchschmerzen, die sich gewaschen haben. 

Bereits nach dem Aufstehen merke ich dann schon, dass der Tag schmerzhaft verlaufen wird. 

Da habe ich noch nichts gegessen. Es kann dann vorkommen, dass diese Schmerzen nicht mehr auftreten, dann bin ich sehr glücklich und dankbar dafür. Es passiert aber auch, dass nach dem Frühstück die Krämpfe im Bauch wiederkommen. Das kann sich dann den ganzen Tag lang so hinziehen. Mal sind die Schmerzen kräftiger mal etwas schwächer. Einmal war es sogar so, dass sich dieser Zustand über drei Tage gehalten hat.
Nein, ich bin weder auf die Idee gekommen, zu meinem Arzt zu gehen, noch in der MIC anzurufen.
Ich hätte nicht gewusst, was die alle hätten machen sollen.
Mit Novalmin habe ich es ganz gut in den Griff bekommen. 

Nun war es aber so, dass ich meinen Hausarzt aufsuchen wollte, weil ich ja vorhatte, eventuell die ein oder andere Pille abzusetzen. Bei der Gelegenheit konnte ich auch gleich meine Bauchschmerzen ansprechen.

Bei den Nahrungsergänzungsmitteln konnte er mir nicht wirklich helfen, da er davon keine Ahnung hat. Ganz unter uns. Ich werde die Aminosäuren ab Januar absetzen. Im März habe ich eine Blutuntersuchung. Da werde ich dann schon sehen, was los ist.
Ich esse viel Käse und auch sonst recht viel eiweißhaltige Produkte. Vielleicht kann ich mir dieses Präparat sparen. Mal sehen. 

Zu den Bauchschmerzen stellte er mir viele Fragen. Er war dann der Meinung, dass es sich wohl um eine Kolik handelt.
Sollten diese Schmerzen also wieder auftreten, dann soll ich direkt zu ihm kommen und wir machen eine Blutuntersuchung. Um aber gleich ausschließen zu können, dass sich z.B. Gallensteine gebildet haben, soll eine Bauchsonographie gemacht werden. 

Obwohl mir meine Gallenblase bei der Operation zwar gleich mit entfernt wurde, wird trotzdem Gallenflüssigkeit gebildet. So können sich also dennoch Gallensteine bilden, nur bleiben sie dann in den Gängen hängen und können somit weiterhin sehr schmerzhafte Koliken verursachen. War mir gar nicht so bewusst. Also fing ich an zu hoffen, dass es nicht so ist. Darauf hätte ich nicht so große Lust. Und im schlimmsten Fall müsse dann eben eine Magenspiegelung Aufklärung schaffen.

Eine Woche später lag ich bei einem anderen Arzt und habe ein Bauch-Ultraschall bekommen.
Der Arzt war nett und hat mir viele Fragen gestellt, die mit der Magenverkleinerung zu tun hatten. 

Angefangen hat er bei der rechten Niere und endete letztlich bei der Blase.
Also, Nieren, Milz, Bauchspeicheldrüse, Bauchschlagader, Magen, Blase und die Leber sind gesund. In der OP-Vorbereitung musste das ja auch alles untersucht werden und da habe ich die Diagnose „Fettleber“ erhalten. 

Gut, das war keine wirkliche Überraschung, blöd, aber dennoch. 

Ich gebe zu, dass ich mir darüber auch keine weiteren Gedanken gemacht hatte.
Ich habe einfach abgenommen und mir über den Zustand, bzw. der Veränderung meiner inneren Organe keine weiteren Gedanken gemacht. 

Umso toller ist es aber, dass es jetzt heißt, dass alles wieder in Ordnung ist.
Es freut mich wirklich sehr.

Mit diesem Ergebnis wird mir wieder einmal vor Augen geführt, was ich mir über so viele Jahre angetan habe, was sich aber auch korrigieren lässt. Wieder einmal mehr der Hinweis, alles richtig gemacht zu haben. Es war nicht immer alles einfach. Aber es war richtig und wichtig – für mich und die Menschen um mich herum, denen ich wichtig bin. Wäre mir das alles schon früher bewusst gewesen, hätte ich die Operation vielleicht doch schon früher durchführen lassen.

Silvester

  • Feuerwerk besorgen
  • Raclettegerät prüfen (ein paar Tage vorher)
  • Spiele planen und gegebenenfalls vorbereiten
  • Abendessen vorbereiten
  • Raclettezutaten besorgen
  • Berliner organisieren
  • Getränke kaltstellen
  • Deco anbringen (schwarz, Gold, weiß, Folienballons, Luftschlangen, Girlanden)
  • Tisch decken
  • Ausruhen
  • Dinner for One gucken
  • Feuerwerk vorbereiten (Zündschnur, Abschussrampe, Feuerzeuge)
  • Verlängerungskabel für Raclettegerät

Blaue Flecke

Ich habe einen Hund, einen großen Hund. Einen Labradoodle gibt es in verschiedenen Größen, wir haben die Megaversion abbekommen. Ich liebe es! Ich liebe diesen Hund. Er hat ein so liebes Gesicht, so tolle Augen, er ist so lieb und gutmütig, verschmust und kuschelig.
Er kann aber auch toben und verrückt sein. 

Manchmal, nachdem ich ihn fast kahl gestreichelt und gekuschelt habe, sitzt mir dann der Schalk im Nacken und ich fange an, den Hund etwas zu necken und zu ärgern. Er macht dann meist auch sofort mit und wir schaukeln uns gegenseitig hoch, bis es irgendwann in einer wüsten Schlägerei zwischen uns endet.
Das sieht dann so aus, dass er mich anfällt und mir in die Unterarme beißt. Aber niemals so doll, dass er mir wirklich ernsthaft Schaden zufügt oder mich verletzt. Auch wenn ich es beenden möchte, kann ich das jederzeit tun. Es macht uns beiden richtig Spaß, mal durchzudrehen und uns einen Kampf zu liefern. Meine Familie sieht dann auch gern zu, wie Hund und Frauchen sich gegenseitig anstacheln und was für ein Knäuel wir beide bilden.

Allerdings ist mir aufgefallen, dass ich seit der Magenoperation sehr viel schneller dazu neige, Blaue Flecken zu bekommen.
Nach solch einer Session sind meine Unterarme grün und blau und sehr empfindlich.
Der Hund beißt mich nicht immer, bzw. ist mein Unterarm nicht immer zwischen seinen Zähnen, manchmal stoßen wir auch einfach nur aneinander und schon habe ich einen Blauen Fleck. 

Vor der Operation habe ich da viel mehr ausgehalten. Da hat mir das alles nicht so viel ausgemacht. Einmal war ich mit dem Hund spazieren und wir haben ein wenig herumgealbert. Dabei ist es passiert, dass ich mit meinem Handrücken gegen seinen Eckzahn gestoßen bin. Ja, das tat in dem Augenblick weh, ging dann aber auch recht schnell wieder. Als ich einige Minuten später wieder zu Hause war, mir meine Hände wusch, verspürte ich plötzlich wieder einen Schmerz. Auf meinem Handrücken hatte sich eine riesige blaue Beule gebildet. Ich habe mir sofort Heparinsalbe drauf geschmiert und gekühlt, gekühlt und gekühlt.

Es ist schon sehr erstaunlich, wie sich das verändert hat. Ein bisschen erschreckend vielleicht. 

Wer glaubt, dass ich die Tobereien mit meinem Hund deswegen sein lasse, hat sich geirrt. Vielleicht mache ich sie nicht unbedingt vor einem gesellschaftlichen Event, bei dem die Unterarme in den schönsten und buntesten Farben erstrahlen, aber nehmen lasse ich mir diese tollen Momente, die mir auch sehr viel Spaß machen, nicht.
Auch hat mein Hund sehr viel Spaß daran und er macht das alles ja nicht mit Absicht oder Böswilligkeit. 

Gerade schaut er mich mit seinen lieben braunen Augen an und ich schmelze dahin.
Es ist Zeit für eine Kuschelrunde.

Hallux valgus III

Nun also doch. 
Mich haben so viele Gedanken geplagt, dass ich nun doch beschlossen habe, meine Fuß-OP zu verschieben. 

Bereits im August fängt Weihnachten für mich an. Da beginne ich, mir Gedanken zu den Adventskalendern zu machen. Mein Mann, meine Tochter und mein Sohn bekommen immer einen von mir selbst gestalteten Kalender. 

Während der Corona-Pandemie haben wir sehr gerne asiatische Reisgerichte gegessen, die man in der Mikrowelle warm machen konnte. 
Ich weiß nicht, wie viele wir davon gegessen haben, bis ich auf den Gedanken kam, die Kartons umzukrempeln und daraus Adventskalender zu machen. Immerhin brauchte ich ja 3 x 24 Kartons. Das macht 72 Reisgerichte. Nun waren diese Kartons einige Jahre im Einsatz und diesmal wollte ich nun etwas anderes machen. Diesmal waren es quadratische Schachteln. 

Es ist allerdings nicht so, dass ich einfach nur 72 Kleinigkeiten kaufe, sie wollen schon ausgesucht und durchdacht sein. Dinge, die nach dem Auspacken nicht einfach in einer Schublade oder Ecke verschwinden. Sie sollten nach Möglichkeit mehrmals genutzt werden oder anders nützlich sein. Deswegen muss ich schon recht früh anfangen, mir wenigstens Gedanken dazu zu machen. Nachdem ich nun auch wusste, dass ich noch ins Krankenhaus gehen werde, musste alles noch früher fertig sein.

Dann kamen plötzlich die Gedanken, dass ich an Weihnachten noch nicht wieder ganz laufen werde können. Das hat Stress und Panik in mir verursacht. Ich wurde immer nervöser. Ich fing an, mir richtig Sorgen zu machen. Weihnachten ist mir wichtig. Ich liebe es zu dekorieren, zu basteln, zu schmücken. Ja auch zu backen und für meine Familie zu sorgen. Diese kleinen Geheimnisse, etwas zu planen und sich auf die Reaktionen zu freuen, die hoffentlich kommen werden, weil vielleicht nicht mit allem gerechnet wird. All das wurde von meinen Gedanken an die Fuß-OP und die Sorgen um meine fehlende Einsatzfähigkeit überschattet.

Ich habe mir so viele Gedanken dazu gemacht und bin letztlich zu dem Entschluss gekommen, dass ich diese Operation verschieben werde. Nachdem ich das mit meinem Mann, meiner Familie und dem Krankenhaus geklärt hatte, war ich einfach nur erleichtert.

Die Operation findet nun im Januar statt. Bis zum nächsten Urlaub ist dann noch immer ausreichend Zeit für die Heilung. Mit dieser Entscheidung bin ich wirklich sehr zufrieden. So kann ich das Weihnachtsfest und das Ende des Jahres noch sehr genießen.