Einkaufsverhalten

Es gibt einen Unterschied zwischen einkaufen und shoppen. Das muss ich doch gleich als erstes einmal hier festhalten – jedenfalls für mich. 
Wenn ich einkaufe, kaufe ich Lebensmittel ein. Meistens, was auf dem Einkaufszettel oder -App steht. So kann man sich auch darauf einstellen, was zu Hause ankommt. 
Gehe ich aber shoppen, weiß keiner, was ich am Ende des Tages mit nach Hause bringe.
Selbst ich bin da völlig unwissend. 
Was meine neu erfahrenen Shoppingerlebnisse waren; darüber habe ich ja schon mal berichtet. Durch die nicht unerhebliche Gewichtsabnahme, habe ich aktuell Klamotten im Schrank, von denen ich zwar schon mal geträumt habe, aber nie dachte, dass ich sie mal anziehe, trage und Mein nennen darf. 
Erst letztens war ich schlendern und bin mit gleich zwei Kleidern aus dem Laden raus. 
Mittlerweile habe ich eine so große Auswahl, dass ich zugeben muss, gar nicht mehr weiß, was ich anziehen soll. Und schlimmer noch, was nehme ich mit in den Urlaub. Am liebsten alles. Leider ist mein Urlaub nicht so lang, dass ich auch alles anziehen könnte.
Andererseits ist es so, dass ich manchmal vor dem Schrank stehe und nichts zum anziehen finde. 
Es ist verflixt. Aber darum geht es in diesem Beitrag eigentlich gar nicht. 

Ich wollte von meinem Einkaufsverhalten berichten, bzw. welche Schwierigkeiten sich doch manchmal ergeben.
Okay, es gibt den Grundsatz, dass man nicht hungrig einkaufen gehen soll. Alles klar, ist geritzt. Wobei das manchmal schwierig ist, wenn man erst in der Mittagspause sein Mittagessen kaufen gehen kann. Und so richtig würde das auch mein Problem gar nicht beschreiben. Denn selbst wenn ich hungrig einkaufen gehe und mir dann auch wahllos etwas in den Mund stecken würde, kann ich gar nicht alles essen, was ich gekauft habe, denn wenn ich satt bin, geht da nichts mehr rein. Das einzige Problem besteht darin, dass es hochkalorische Dinge sind, die ich dann verzehren würde.


Der nächste Grundsatz ist, dass man nur das kaufen sollte, was auf der Einkaufsliste steht. 
Mindestens einmal pro Woche mache ich mir Gedanken darüber, was es zu essen geben könnte. Ich nehme mir meine Rezeptsammlung zur Hand und blättere alles durch oder aber ich lasse meine Familie entscheiden. Dazu habe ich Eisstäbchen aus Holz mit allen Gerichtsnamen beschriftet und in ein Gefäß gesteckt. So kann jeder per Zufallsprinzip „bestimmen“, was auf den Tisch kommt. Soweit so gut.
Nach dieser Auswahl bestücke ich dann die Einkaufsliste. Zusätzlich finden dann noch ein paar Dinge ihren Platz, die alltäglich benötigt werden, z. B. für das Frühstück oder die Schulbrote.
In aller Regel geht mein Mann einkaufen. Was er dann noch rechts und links zusätzlich in den Einkaufswagen packt, das bekomme ich nicht mit. 
Aber manchmal gehe ich mit oder sogar ganz allein, weil ich die Zeit habe und ich auch mal ganz gern einkaufen gehe – gerade beim Discounter. Neben Lebensmitteln gibt es ja doch mal die Möglichkeit hier und da zu stöbern. 
Klar finde ich auch mal Sachen, an die man beim Erstellen der Liste nicht gedacht hat. 


Das kaufen all dieser Sachen, ob es sich dabei um Lebensmittel oder Non-food handelt, ist kein Problem. Das Problem ergibt sich erst dann, wenn ich dann doch anfange, sie zu essen. 
Leider handelt es sich dabei auch nicht gerade um gesunde Dinge. 
Und das ist nun wirklich schwierig, weil sich das dann auch auf der Waage zeigt. Mein niedrigstes Gewicht war knapp unter 73 kg. Ich hatte mir als Obergrenze 75 kg gesetzt. Aktuell bin ich seit mehreren Wochen bei knapp 78 kg. 
Das ist mir zu viel. 
Ich kann mich immer mal zwei, drei Tage am Stück disziplinieren und nur drei Mahlzeiten essen und auf Zucker verzichten. 
Aber dann setzt bei mir etwas aus und ich greife dann ständig zu irgendwas. Viel kann ich immer gar nicht essen, aber hier einen Keks, da ein Gummibärchen, dort ne Erdbeere. Ich trickse mich selbst aus und überliste mein Hungergefühl bzw. Sättigungsgefühl. Das geht auch nur, weil das Zeug halt da ist und es somit möglich ist, dass alles zu essen.
Hinzukommt, dass ich nicht allein lebe. Es sind also immer Lebensmittel da, die für mich eigentlich nicht gut sind. 
Ich muss mir für mich eine Strategie einfallen lassen, wie ich damit umgehe, bzw. Wege finden, mich nicht selbst auszutricksen. 

Was mir bislang ganz gut gelingt, ist, dass ich mich auf Arbeit anders verhalte als früher. In meinen Schubladen befindet sich nichts zu essen oder zu naschen. Auch ist es mir bislang noch nicht wieder passiert, dass ich fremdgesteuert los renne und mir wahllos etwas hole. Wenn ich mir etwas hole, dann denke ich vorher darüber nach – auch über Wahlmöglichkeiten – und hole mir dann ganz gezielt eine Sache, aber nicht zwei oder drei – so wie früher – und esse dann alles, weil es ja da ist.

Es ist manchmal wirklich sehr schwierig. 
Wahrscheinlich sollte ich alles insgesamt etwas bewusster machen. Somit fallen einem, die Fallen schneller auf und man kann ihnen ausweichen. 
Letztlich muss man sich aber auch vor Augen führen, dass man sich an seine eigenen Regeln hält. 

Habt ihr Regeln, an die ihr Euch haltet oder eben auch nicht? 
Fällt es Euch schwer? 
Was sind das für Regeln?  Und wie schafft ihr es doch, Euch daran zu halten?