Nähanleitung Drachenkostüm

Meine Schwester meldete sich bei mir und fragte mich, ob ich meinem Neffen einen Wunsch erfüllen kann, indem ich ihm ein Drachenkostüm zum Fasching anfertigen könnte. Nachdem die erste Panik verflogen war, konnte ich mich damit sachlich auseinandersetzen. Und letztlich war es ganz einfach. Meine Schwester hat mir ein passendes T-Shirt zukommen lassen und ich habe es einfach nur ein wenig gepimpt. Hier lasse ich Euch daran teilhaben, wie aus einem grünen T-Shirt mit einfachen Mitteln, ein kleiner Drachen entstehen kann.

Material:
T-Shirt in passender Größe und Farbe
Gelber Filzstoff
Pappe

Zubehör:
Nähmaschine
Schere oder Stoffschneider
Bastelschere
Stift
Lineal
Stecknadeln oder Klammern

Vorbereitung:
Schneidet Euch ein Dreieck in gewünschter Größe aus der Pappe zurecht und übertragt dieses auf den Filzstoff.
Wenn ihr z. B. sechs Rückenzacken haben wollt, braucht ihr 12 Dreiecke.
Dann schneidet Euch noch ein ovales oder eiförmiges Filzstück zurecht.

Und los geht´s:

Die Dreiecke jeweils doppelt zusammennähen.
Das T-Shirt auf links drehen und die Mitte am Rücken mit Stoffklammern markieren.
Danach das T-Shirt wieder auf rechts drehen und die Dreiecke zwischen die Stoffklammern klemmen.

Nun das T-Shirt wieder auf links drehen und das T-Shirt am Rücken entlang der Mitte nähen. So werden die Dreiecke fixiert und man kann die Naht auch wieder lösen, wenn das Kostüm nicht mehr gebraucht wird.

Auf die Vorderseite näht ihr nun das ovale Filzstück und wer möchte stopft diese für einen 3D-Effekt etwas aus. Es geht aber auch ohne.

Fertig ist das Oberteil eines Drachenkostüms.

Ich wünsche Euch viel Freude beim Nähen und alles Glück der Erde.

P.S.: Solltet ihr Gefallen an diesem Drachenkostüm gefunden haben, könnt aber nicht nähen, dann schreibt mir eine Nachricht und ich fertige Euch gern eines an.

Jahresrückblick

Das Jahr neigt sich dem Ende, und es ist Zeit, einmal zurückzublicken. Sicher, man soll nicht in der Vergangenheit leben und das tue ich auch nicht. Aber, gerade in meiner Situation, denke ich immer mal wieder an vergangene Zeiten zurück.
Wie war deine Situation vor einem Jahr?
Was ist alles im vergangenen Jahr passiert?
Was wäre heute, wenn du die Operation nicht gemacht hättest?

Wenn ich an die letzten zwölf Monate denke, ist ja viel passiert. Noch am Anfang des Jahres war ich in der Vorbereitung der Magenoperation und hatte so meine Zweifel, ob mir diese Operation überhaupt genehmigt wird. Dann das Auf und Ab der Gefühle als das Warten los ging, die pure und tränenreiche Freude, als der Antrag genehmigt wurde. Die Aufregung vor der Operation und die auftretenden Zweifel Zeit nach der Operation im Krankenhaus, ob das der richtige Schritt war. So viele Tränen sind geflossen; Tränen der Anspannung, der Aufregung, der Erleichterung, der Zweifel und der Freude. Und sie haben mich das ganze Jahr über begleitet.

Meine Gefühle sind Achterbahn mit mir gefahren. Am Ende steht aber fest, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe.

Ja, nicht immer ging es mir gut.

Ich musste auch viele Entbehrungen auf mich nehmen. So fällt es mir heute noch schwer, weiche, nicht durchgebackene Weizenmehlprodukte zu mir zu nehmen. Da streikt mein Magen sehr schnell. Somit sind Besuche in einem Fastfood-Restaurant, manchmal eben schnell was auf die Hand vom Bäcker, die Sonntagsbrötchen, eine Pizza etc. völlig ausgeschlossen. Davon hängt mein Leben nicht ab, aber manchmal ist es kompliziert.

Vor noch nicht allzu langer Zeit konnte ich auch keine Nudeln essen. Nicht essen bedeutet einfach, dass ich es nicht vertrage und wenn ich es doch gegessen habe, dann habe ich Bauchschmerzen bekommen, die durchaus länger anhalten können und ein richtiges Unwohlsein auslösen.

Viele Experimente habe ich gestartet, vieles musste ich ausprobieren. Und was heute nicht ging, geht vielleicht morgen oder auch nicht. Der Lern- und Experimentiervorgang ist auch heute noch nicht abgeschlossen. Das wird mich wohl noch eine Weile begleiten. Aber das ist völlig in Ordnung.

Auch die Mengen und die Häufigkeit der Mahlzeiten haben sich geändert und entwickelt. Konnte ich nach der Operation nur flüssige Nahrung von maximal 150 ml zu mir nehmen, hat sich das mit der Zeit geändert. Ich kann wieder mehr essen. Manchmal erschreckt mich das und ich finde das nicht gut, aber der Gang auf die Waage und die Kontrolle durch diese, beruhigen mich dann wieder etwas. Irgendwie bekomme ich es immer wieder hin, dass ich am Ende der Woche doch zufrieden sein kann.

Auch auf die Familie hat diese Operation ihre Auswirkungen gehabt. Irgendwie hat man schon Rücksichtnahme gefordert, aber andererseits sollte keiner durch mich Einschränkungen haben. Das war und ist nicht immer ganz so einfach Dadurch habe ich mich doch sehr mit Essen und Nahrung beschäftigt und habe viele tolle Rezepte im Internet gefunden, die ich bereits gekocht habe und noch ausprobieren werde. Mein Publikum (Familie) ist begeistert und freut sich auf die Köstlichkeiten. Mir gelingt nicht immer alles, was mich dann wieder frustriert und an mir zweifeln lässt. Auch hier also ein auf und ab. Dennoch bleibe ich dran und mache immer weiter. Ich lasse mich nicht entmutigen.

Gedanklich muss ich mich davon befreien, immer alles perfekt machen zu wollen, bzw. das, was ich gemacht habe, als perfekt anzusehen. Für manche Dinge kann ich einfach nichts, wenn ich weiß, dass ich mich ans Rezept gehalten habe. Das fällt mir wirklich schwer, mich gedanklich da zu distanzieren.

Die Suche nach einem Psychotherapieplatz ist super schwer und ich bin da leider auch noch kein Schritt weitergekommen. Dabei merke ich hin und wieder sehr, wie gut mir wahrscheinlich eine Therapie helfen könnte.

So gut das Gesundheitssystem hier ist und ich froh bin, medizinisch gut versorgt zu sein, muss ich die Unterstützung bei der Suche nach einem Therapieplatz, bzw. die psychische Hilfe bei/nach solch einer Operation leider bemängeln.

Ich werde sicherlich früher oder später wieder einen Rappel bekommen und einen weiteren Versuch starten, aber das kostet Zeit, Kraft und Nerven.

In den USA scheint es anders zu laufen. Die sehen dort das Übergewicht, fast immer mit psychischen Problemen verbunden. Deshalb sind dort die Voraussetzungen, solch eine Operation genehmigt zu bekommen, ganz anders. Sehr häufig liegen die Probleme in der Psyche und deshalb ist eine Psychotherapie dort mit Bestandteil der Übergewichtsbehandlung. Schade, dass das bei uns nicht auch so ist. Ich denke, dass die Psyche eine ganz große Rolle spielt und eine Therapie vielen helfen würde, ihr Verhalten zu verändern.

Ich finde immer Projekte, die meine volle Aufmerksamkeit und Zeit in Anspruch nehmen. Immer wieder habe ich neue Ideen, die ich gern umsetzen möchte. Oft scheitert es an der Zeit, die dafür aufgebracht werden muss. Auch dieser Blog nimmt Zeit in Anspruch, und ich weiß, dass wenn ich noch mehr investieren würde, wäre ich eventuell erfolgreicher. Aber in erster Linie dient er dazu, ein wenig den Psychologen zu ersetzen und mir selbst vor Augen zu führen, was passiert ist, wie weit ich gekommen bin, was das alles bedeutet. Und ich möchte wirklich anderen damit Mut machen, diesen Weg zu gehen, wenn sie keinen anderen Weg mehr sehen. Denn ich würde nie jemanden zu dieser Operation raten, wenn er/sie nicht selbst schon so weit ist. Diese Entscheidung ist lebenseinschneidend und -verändernd. Und wer wirklich dazu bereit ist, der sollte das machen. Über alle Konsequenzen und Folgen kann man sich nicht bewusst sein, denn jeder tickt anders und der Verlauf ist nicht absehbar, die Veränderungen sind aber vorhanden.

Es macht wieder Spaß, in den Spiegel zu schauen, Klamotten aus vergangener Zeit anzuziehen, Kleidung in Größen zu tragen, die einem unmöglich erschienen, mobiler und schmerzfrei zu sein – überhaupt gesund zu sein… Es macht Spaß und bringt so viel Freude mit sich. Ja, an diese Gedanken muss man sich gewöhnen, weil sie sich so unreal anfühlen.

Ich bedaure nur eins, und das hat mir ein Bekannter auch gesagt, dass ich diesen Schritt nicht schon viel früher gemacht habe. (Der Leidensdruck war nur nicht hoch genug.) Ich habe das Gefühl, so viel verpasst zu haben. Das stimmt mich traurig und verursacht bei mir schlechte Gedanken. Vor allem habe ich meiner Tochter gegenüber ein schlechtes Gewissen, weil ich so viele Möglichkeiten des Tobens und der guten Zeit mit ihr zusammen, verpasst habe.

Ich bin dankbar dafür, dass mir die Gelegenheit gegeben wurde, mein Leben wieder in den Griff zu bekommen, zu ändern und einen besseren und gesünderen Weg zu gehen. Und das innerhalb eines Jahres. Das ist nicht viel Zeit. Allen Menschen, die mich auf diesem Weg begleitet haben, bin ich dankbar und ich liebe sie alle.

Solltet auch ihr diesen Weg gehen wollen, zögert nicht. Es ist die richtige Entscheidung. Du musst nur bereit dazu sein und etwas Mut aufbringen. Gerne unterstütze ich dich dabei und begleite dich, wenn du es möchtest.

Nähanleitung Greifball – mehrere Größen

Material:
Stoffreste (Plüsch, Baumwolle, Jersey, Cord, Jeans, …)
Füllmaterial (Watte, Füllwatte)
Evtl. Rassel zum Einlegen

Zubehör:
Nähmaschine
Schere oder Stoffschneider
Stift oder Kreide zum Markieren
Nadel & Faden
Stecknadeln oder Klammern
Bügeleisen

Vorbereitung:
Ihr braucht acht gleichgroße Schnittteile. Schneidet Euch diese aus dem gewünschten Stoff zurecht. Rechnet eine Nahtzugabe von 0,5 bis 1 cm dazu. Bügelt die Stoffstücke schön glatt.

Und los geht’s:
Überlegt Euch, wie der fertige Ball aussehen soll und legt Euch die Stoffstücke so zurecht. Ihr nehmt zwei Stoffstücke und legt sie rechts auf rechts (schönen Seiten), genau an den Enden und Kanten aufeinander. Näht diese beiden Stücke nun an einer Seite von oben bis unten aneinander. Den Anfang und das Ende solltet ihr gut vernähen, damit nichts auseinander geht. Klappt jetzt die beiden Stoffstücke auseinander. Nehmt nun das nächste Stoffstück und legt es wieder rechts auf rechts (schönen Seiten aufeinander) und näht diese wie beim ersten Mal von oben bis unten aneinander. Wiederholt diesen Schritt so oft, bis ihr beim letzten Stoffstück angekommen seid. Dieses näht ihr so, dass ihr ungefähr in der Mitte eine Lücke von ca. 3 cm als Wendeöffnung habt.

Nun legt ihr den Ball wieder rechts auf rechts und näht noch einmal über die Enden. So stellt ihr sicher, dass sich die Näht dort nicht öffnen. Überschüssiger Stoff (Nahtzugaben) kann abgeschnitten werden.

Wendet jetzt den Ball und füllt ihn mit dem Füllmaterial.

Sobald der Ball gut ausgestopft und schön rund ist, greift ihr zu Nadel und Faden und näht die Wende-/Stopföffnung per Hand zu.

Variante:
Wenn ihr möchtet, könnt ihr in der Mitte noch eine Rassel packen. Achtet darauf, dass die Rassel in der Mitte platziert wird.

Ich wünsche Euch viel Freude beim Nähen und alles Glück der Erde.

P.S.: Solltet ihr Gefallen am Greifball gefunden haben, könnt aber nicht nähen, dann schreibt mir eine Nachricht und ich fertige Euch gern die gewünschte Anzahl an.

Das erste Weihnachtsfest nach der Operation

  • Weihnachten
  • Lichterglanz
  • Gemütlichkeit
  • Wärme
  • Einkuscheln
  • Ruhe und Besinnlichkeit
  • Zeit mit der Familie
  • und gutes Essen

Okay, das liest sich alles sehr romantisch und in der Vorstellung läuft das auch genauso ab. Aber der Ehrlichkeit halber gehören auch noch das Besorgen und Verpacken der Geschenke, Ideenumsetzung, das Bestücken der Adventskalender und die Organisation der Feiertage dazu. Wann geht man zu wem oder wann kommt wer zu uns? Wer ist dann alles vor Ort? Und was soll es zu essen geben?

Alles nicht so leicht und eher unromantisch, wenn man ganz ehrlich ist. Es gehört aber dazu.

Damit ich Hektik und Stress, soweit es mir möglich ist, vermeide, beginnt meine Weihnachtsplanung bereits mit Ende der Sommerferien.

Richtig, dann, wenn es im Supermarkt bereits nach Spekulatius und Lebkuchen duftet. Diesen Leckereien kann ich zwar widerstehen, aber ich fange mit den ersten organisatorischen Schritten für die Adventskalender an. Davon habe ich drei Stück zu befüllen. Das sind 72 Kleinigkeiten für meinen Mann, meine 20-jährige Tochter und meine Teenager-Sohn. Haben also alle unterschiedliche Interessen. Ich schlendere dann so durch Drogeriemärkte und Krims-Krams-Läden und packe erst einmal wahllos ein. Jedes gekaufte Teil wird dann entsprechend der Person nach notiert und in Taschen für jeden sortiert.

Manches (z. B. Deo) wiederholt sich jedes Jahr, das ist dann einfach. Aber irgendwann wird es dann doch knapp, diese eine kleine Kleinigkeit noch zu entdecken.

Und dann habe ich eine Liste mit allen Familienmitgliedern und anderen Personen, die mit einem Geschenk bedacht werden sollen. Das Sammeln von Ideen und Wünschen beginnt, die dann umgesetzt werden sollen. Gut, dass Amazon eine verlängerte Rücksendefrist anbietet. Das erleichtert das frühzeitige Bestellen ungemein. Jetzt muss nur noch der Überblick behalten werden – dafür gibt es ja aber die Listen. Oft fallen mir dann aber doch noch einige Dinge ein, dann muss ich wieder umdisponieren. Oder mir kommt die Idee, dass ich noch eben rasch für alle etwas nähen könnte. Letztes Jahr z. B. haben alle Männer eine Weihnachtskrawatte bekommen. Dieses Jahr bekommen alle Handwärmer von mir. Muss auch noch gemacht werden.

So kommt dann doch meist ein vermeintlich gut durchdachter Plan ins Wanken und Stress macht sich breit. Stress bedeutet aber oft für mich, dass ich diesen mit Essen bekämpfen möchte. So häufig kam es vor, dass mir alles über den Kopf zu wachsen drohte und ich nicht mehr wusste, wohin mit mir und womit ich anfangen sollte; ich dann aber erst einmal etwas gegessen habe, bevor ich mich mit irgendetwas anderem beschäftigen konnte. Total verrückt. Dafür war irgendwie immer Zeit.

Dieses Weihnachten war anders. Vielleicht nicht leichter. Ich kann von meinen Gastgebern natürlich nicht verlangen, dass sie sich auf mich einstellen und mir alles recht machen. Das musste ich schon für mich selbst so organisieren, dass alles passt.

So waren wir am Heiligabend, um 15:00 Uhr, zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Geplant war unser Abendessen für 18:00 Uhr. So wollte ich dann also nur Kaffee trinken. Ein kleines Stück Mohnstollen ist dann doch noch dazu gekommen, und ich hoffte, dass ich das nicht bereuen werde. Gut, dass die Zubereitung unseres Essens auch noch länger dauerte, so hatte mein Magen noch etwas mehr Zeit. Es gab Lachs mit Spinat im Blätterteig und Kartoffelgratin.

Ich habe den Großteil des Blätterteigs allerdings entfernt und konnte so den Fisch noch mehr genießen.

Am ersten Weihnachtsfeiertag waren wir bei meinen Eltern eingeladen. Meine Mutter zaubert immer so viele leckere Sachen, da ist immer für jeden etwas dabei. Die absolute Völlerei, wie sonst immer, blieb aber aus.

Den zweiten Feiertag konnten wir ganz in Ruhe und Gemütlichkeit verbringen, da wir keine weiteren Verpflichtungen hatten.

Das große Fressen blieb also aus und dennoch bin ich immer satt geworden und musste auch auf nichts verzichten. Allgemein habe ich mir angewöhnt, das Beste eben nicht mehr am Schluss zu essen, sondern gleich am Anfang, da ich nicht weiß, wann das Ende kommt. Es wäre doch zu schade, wenn ich das Beste dann liegen lassen müsste oder aber es mir doch noch hineinstopfe, ich Bauchschmerzen bekäme und es mir dann nicht gut ginge.

An Heiligabend habe ich mich nach über neun Monaten auch mal wieder an Alkohol versucht. Zusammen mit meiner Tochter habe ich Weißwein getrunken. Ein wenig Bammel hatte ich ja schon davor, weil ich nicht wusste, wie es wirken wird. Aber wenn ich es nicht zu Hause ausprobieren, wo denn sonst?

Gemeinsam ist es eine ganze Flasche geworden. Und es ging erstaunlich gut. Ich habe es schlimmer erwartet. Ja, der Alkohol blieb nicht unbemerkt, aber es ging mir gut und ich habe den Wein gut vertragen.

So dachte ich mir, dass ich am nächsten Tag auch bei meinen Eltern Wein trinken könnte. Ich habe es versucht; es ging diesmal nicht so gut. Vielleicht hat er mir einfach nicht geschmeckt. Jedenfalls habe ich dann doch wieder auf die alkoholfreie Variante zurückgegriffen.

Ich habe noch nie viel Alkohol getrunken, vermisse es aber auch nicht. Manchmal vermisse ich es eine Cola oder eine Fanta zu trinken, aber hier hindert mich die Kohlensäure am Genuss. Das verträgt sich überhaupt nicht mit meinem Magen und verursacht mir Schmerzen. Die Kohlensäure kann ja dazu beitragen, dass sich der Magen wieder ausdehnt, somit mehr Platz hat und wieder mehr hineinpasst. Ein doofer Gedanke, der mir durch Unwohlsein eh ein Stoppzeichen versetzt.

Allerdings muss ich auch zugeben, dass mir ein Getränk mit Geschmack manchmal fehlt. Täglich trinke ich mindestens zwei Liter Wasser und zwei manchmal drei Latte Macchiato. Soweit alles gut, aber dann und wann fehlt etwas. Tee könnte das nicht kompensieren, da die Erfrischungskomponente fehlt. Vielleicht fällt mir da noch mal etwas ein.

Oder habt ihr vielleicht einen Tipp? Dann immer her damit. Für Ideen und Vorschläge bin ich immer offen.

Nähanleitung Glücksschweinchen

Material:
Baumwoll-Stoffreste
Füllmaterial (Watte, Füllwatte)
Tonpapier oder Schleifenband für die Banderole (ca. 14 x 2 cm)
Kleber oder doppelseitiges Klebeband

Zubehör:
Nähmaschine
Schere oder Stoffschneider
Stift oder Kreide zum Markieren
Schaschlikspieß
Nadel & Faden
Stecknadeln oder Klammern
Bügeleisen

Vorbereitung:
Wer gut zeichnen kann, kann sich selbst ein Schweinchen als Vorlage zeichnen. Man kann aber auch ein Ausstech-Förmchen nehmen und es der gewünschten Größe anpassen.

Und los geht’s:
Den glattgebügelten Stoff nehmt ihr doppelt und legt ihn rechts auf rechts (schöne Seiten aufeinander). Stellt mithilfe von Klammern oder Nadeln sicher, dass der Stoff nicht verrutschen kann. Dann übertragt ihr das Schweinchen auf den Stoff und lasst dabei 0,5 bis 1 cm Nahtzugabe. Diese könnt ihr nach dem Nähen und vor dem Umstülpen wegschneiden.

Nun näht ihr der gezeichneten Linie entlang. Manche Stellen sind etwas kniffliger; deswegen nicht zu schnell. Unten am Bauch ist die beste Stelle für die Wendeöffnung, die ihr also auslassen solltet. Versiegelt Nahtanfang und -ende gut, damit beim Ausstopfen nichts reißt.

Jetzt schneidet ihr das Schweinchen aus. Denkt an die Nahtzugabe. Die Ecken werden abgeflacht. So lassen sich die Ecken beim Umstülpen besser ausprägen. Die Ecken könnt ihr mit einem nicht zu spitzen Stäbchen formen. Ich habe dazu einen Schaschlikspieß entschärft, indem ich die Spitze abgeschnitten habe und die scharfen Kanten mit einer Pfeile geglättet habe.

Danach stopft ihr das Schweinchen mit Eurem Füllmaterial gut aus.

Sobald das Schweinchen gut ausgestopft ist, greift ihr zu Nadel und Faden und näht die Wende-/Stopföffnung per Hand zu.

Sollte die Naht nicht so schön aussehen, ist das nicht schlimm, denn ihr wickelt um den Bauch ja noch die Tonpapier-Banderole. Schneidet das Tonpapier zu und wickelt diese um das Schweinchen. Dieses klebt ihr mit Kleber oder doppelseitigem Klebeband zusammen. Auf die Banderole könnt ihr entweder eine nette Botschaft schreiben oder noch ein Kleeblatt kleben. So wird ein Glücksschweinchen daraus.

Fertig ist Euer Glücksschweinchen! Dies könnt ihr nun zu Silvester oder anderen Gelegenheiten, an denen ihr Glück wünschen wollt, verschenken.

Variante:
Soll das Schweinchen ein Magnet für den Kühlschrank etc. sein, dann legt während des Füllvorgangs einen solchen hinein.

Ich wünsche Euch viel Freude beim Nähen und alles Glück der Erde.

P.S.: Solltet ihr Gefallen an den Glücksschweinchen gefunden haben, aber könnt nicht nähen, dann schreibt mir eine Nachricht und ich fertige Euch gern die gewünschte Anzahl an.

WHO Oberarme

Meine Oberarme fand ich noch nie schön, bzw. ansehnlich. Sie waren immer zu dick. Jetzt sind sie, in einem bestimmten Blickwinkel, dünn/schlank. Und sie könnten mir auch fast gefallen, wenn da nicht diese überschüssige Haut wäre, die sich durch die Abnahme gebildet hat. Richtige Lappen hängen herunter – die sogenannten Winkearme.

Auch am Kinn, am Bauch und an den Oberschenkeln habe ich Hautüberschuss. Dieser breitet sich während des Sitzens aus und lässt die Oberschenkel wuchtiger aussehen. Aber damit komme ich klar. Wenn ich meine Oberarme am Körper lasse, ist auch noch alles okay aber bei Bewegung sieht es anders aus.

Ich mag meine Oberarme nicht und ich mag sie auch nicht gern zeigen. Zu Hause geht es gerade noch so. Ich würde sie gern öffentlich zeigen, denn somit kann ich meinen Oberkörper allgemein präsentieren und auf das Gesamtbild bin ich ja schon stolz.

In der Selbsthilfegruppe berichten immer mal wieder Mitstreiter, dass sie sich zu einer Wiederherstellungsoperation (WHO-OP) entschieden haben. Bei manchen ist der Hautüberschuss so enorm groß, dass die überschüssige Haut wund wird und/oder den alltäglichen Ablauf massiv stört. Wenn dies auch noch Ärzte bestätigen können, kann es sogar sein, dass die Krankenkassen die Kosten für solche Operationen übernehmen. Auch hier muss man wieder einen Antrag auf Kostenübernahme mit einer Begründung und der Notwendigkeit stellen. Oft habe ich gelesen, dass die Krankenkassen die Kosten nicht übernehmen und die Anträge ablehnen. Nun hat man die Möglichkeit, dagegen Widerspruch einzulegen, oder man lässt die Operation auf eigene Kosten durchführen. Gut, die dritte Möglichkeit ist, das Vorhaben aufzugeben. Die Kosten lassen sich nicht genau beziffern, da es auf den Arzt, die Körperregion und die Masse der zu entfernende Haut ankommt.

Ich persönlich habe mich – noch nicht sehr intensiv – mit der Oberarmstraffung beschäftigt. Hier könnten sich die Kosten auf circa 10.000 € belaufen – viel Geld. Es gibt auch Menschen, die dafür extra ins Ausland (Türkei) gehen, da sie dort die Operation günstiger bekommen. Dazu kann ich nicht viel sagen, außer, dass das für mich nicht infrage käme und ich diese Möglichkeit für mich ablehne. Aber das muss wirklich jeder für sich selbst entscheiden. Mir wäre das Risiko, solch eine Operation im Ausland durchzuführen, viel zu hoch.

In Berlin gibt es einige Ärzte, die solche Operationen durchführen. Ich habe mich bislang nur oberflächlich damit beschäftigt, würde mich aber für den Arzt entscheiden, der das schon sehr oft gemacht hat. Auch hier gibt es einen Arzt, der in Verbindung mit der MIC steht. Ich hatte mir auch schon einmal online einen Termin geben lassen, diesen dann aber wieder storniert, weil ich mir dann doch unsicher war. Die Frage, die man sich auch stellen muss: Reicht es dann?

Reicht diese Operation, um dann glücklich und zufrieden zu sein?

Oder hat man danach dann etwa Blut geleckt und will auch noch an anderen Körperstellen rumschnippeln lassen. Da ich all das jetzt noch nicht beantworten kann, habe ich die Entscheidung zu dieser Operation vertagt und werde sie später treffen. Mein Leidensdruck muss wahrscheinlich noch wachsen, bis ich dazu bereit bin. Eine Operation ist ja auch immer eine Belastung für den Körper und ganz schmerzfrei sind diese Operationen auch nicht. Auch ist es wohl ein langwieriger Heilungsprozess. Hach…alles nicht so einfach.

Spielt ihr auch mit dem Gedanken, Euch einer WHO zu unterziehen? Wenn ja, welche Körperregion und bei welchem Arzt?

Oder habt ihr Euch solch einer Operation sogar bereits unterzogen?

Wie sind Eure Erfahrungen?

Wie lang ist der Heilungsprozess?

Ist danach alles besser?

Nähanleitung Handwärmer

Material:
Baumwoll-Stoffreste
Kirschkerne

Zubehör:
Nähmaschine
Schere oder Stoffschneider
Stift oder Kreide zum Markieren
Nadel & Faden
Stecknadeln oder Klammern
Bügeleisen

Vorbereitung:
Den Baumwollstoff rund zuschneiden. Der Durchmesser sollte ca. 10cm (+ Nahtzugabe) betragen. Für einen Handwärmer werden zwei Kreise benötigt.

Und los geht´s:
Stoffkreise rechts auf rechts (schöne Seiten aufeinander) legen und ringsherum nähen. Lass eine Stelle für die Wende- und Füllöffnung aus. Versiegelt Nahtanfang und -ende gut, damit nichts reißen kann. Nach dem Wenden die Kirschkerne einfüllen, dann die Öffnung mit Nadel und Faden per Hand schließen.

Schon ist Dein warmer Begleiter fertig. Nun noch in die Mikrowelle und schon gibt es warme Hände.

Anleitung für das Erwärmen in der Mikrowelle:
Stellt eine Tasse Wasser hinein
Bei max. 600 Watt, ca. 30 Sekunden die mit Kirschkernen gefüllten Handwärmer in die Mikrowelle legen.

Solch ein Handwärmer dient sehr gut als kleines Mitbringsel.

Ich wünsche Euch viel Freude beim Nähen und alles Glück der Erde

P.S.:
Solltet ihr Gefallen an den Handwärmern gefunden haben, könnt aber nicht nähen, dann schreibt mir eine Nachricht und ich fertige Euch gern die gewünschte Anzahl an.

Ergebnis Arztsuche

Die Suche nach einem neuen Arzt ist gar nicht so leicht, wie man denken könnte. Man geht nicht einfach so los und sucht sich einen neuen Arzt. Jedenfalls tue ich das nicht. Und das schon gar nicht in meiner Situation. Ich bin ja nun keine 0815-Patientin, bei der alles „normal“ ist. Eigentlich habe ich mich auch dagegen gewehrt, mir einen neuen Arzt zu suchen, denn wenn man zufrieden ist, warum sollte man dann wechseln? Einige Umstände brachten mich aber dann doch dazu. Vor einigen Jahren bin ich vom Süden in den Norden von Berlin gezogen. Ich bin meiner Hausärztin aber treu geblieben, denn hier war meine Krankheitsgeschichte bekannt und ich habe mich durch sie gut betreut gefühlt. Auch war es gar kein Problem, meine Rezepte postalisch anzufordern. Es lief gut.

Für mich etwas überraschend, ist sie dann in Rente gegangen. Ihre Nachfolgerin war nett und hat mich auch bei der Vorbereitung meiner Magenoperation unterstützt. Allerdings wurde sie in der Nachsorge, meiner Meinung nach, zickig und war nicht so kooperativ, wie ich es mir gewünscht hätte. So kam ich zu dem Entschluss, dass ein Arztwechsel nun doch sinnvoll ist. Vor allem sollte mein Arzt nun doch in Wohnortnähe sein, damit mir im Fall der Fälle schnell geholfen werden kann.

Ja, es gab dann einen anderen Arzt, der nett war, aber doch auch schon recht alt. Gerade mit meiner Geschichte wollte ich aber doch jemanden haben, der zumindest nicht aus Altersgründen bald wieder wegbricht und ich erneut auf die Suche gehen muss. Auch wäre ein Arzt toll, der sich eventuell mit der Thematik „Magenoperation“ etwas auskennt.

Ich habe ihn gefunden und er praktiziert auch noch im Norden von Berlin und macht einen netten, freundlichen und kompetenten Eindruck auf mich. Bitte nicht missverstehen; ich will nicht ständig zum Arzt rennen und eine Freundschaft aufbauen. Meine Umstände machen es aber dann doch irgendwie notwendig, dass ich einen Arzt brauche, der mich und meine Geschichte kennt und auch weiß, was ich brauche. Ich habe ihn gefunden und bin zufrieden mit meiner Wahl.

Schmerzen

Nach wie vor leide ich unter Schmerzen im unteren Rücken. Ich habe schon einige Physiotherapien absolviert, die leider nichts gebracht haben. Bei der letzten Physiotherapie wurde mir noch zwei Tipps gegeben:

1. Einsatz eines TENS-Gerätes
2. Osteopathie

Solch ein TENS-Gerät habe ich mir direkt zugelegt und bearbeite seither beinahe täglich meinen Körper an unterschiedlichen Stellen. Ich setze es im Rückenbereich (auch Schultern) und in der Leiste ein. Dort ist es ja der Hüftbeuger, der mir Kummer bereitet. Leider kann ich noch keine Besserung vermerken. Aber schaden tut es auch nicht. Vor einigen Monaten habe ich ein MRT der Lendenwirbelsäule machen lassen, das aber keinen Hinweis auf meine Schmerzen gab. Allerdings trat dabei der Verdacht einer Raumforderung im Brustwirbelbereich auf, die bei mir Panik auslöste, woraufhin ein weiteres MRT der Brustwirbelsäule durchgeführt wurde. Die Raumforderung wurde nicht bestätigt und ich war sehr erleichtert.

Ich bin nun tatsächlich am überlegen, ob ich es nicht einmal mit der Osteopathie versuchen sollte. Ob es mir etwas bringt, kann ich nicht sagen. Allerdings wird sie mir auch nicht schaden. So kann ich wenigstens sagen, dass ich auch das versucht habe. Mal schauen, ob ich von meinem Arzt dazu eine Verordnung bekomme.

Mehr fällt mir nun wirklich bald nicht mehr ein. Wahrscheinlich gilt auch hier, dass ich mir und meinem Körper noch weiterhin Zeit geben und mich in Geduld üben muss. Es ist schon komisch: wenn man zunimmt, gewöhnt sich der Körper mit jedem Kilo mehr an die neue Situation. Bei der Abnahme funktioniert das nicht so leicht. Man könnte annehmen, dass sich der Körper darüber freut und erleichtert ist, dass er immer weniger mitzuschleppen hat, aber die Gewöhnung daran, fällt ihm scheinbar nicht so leicht.
Ich versuche täglich einige Rücken stärkende Übungen zu machen.
Ich habe mal versucht, einige Übungen zusammenzustellen und möchte diese hier präsentieren. Vielleicht mögt ihr sie ja und ihr möchtet sie gern nachmachen.

Gern könnt ihr mir einen Kommentar hinterlassen, falls ihr der Beschreibung nicht folgen könnt. Kritik und Verbesserungsvorschläge sind gern und jederzeit willkommen.

Viel Spaß beim Nachmachen.

Bypass oder Sleeve?

Ich habe mich noch einmal mit der Thematik der verschiedenen Operationsmöglichkeiten beschäftigt, da ich immer mal wieder Fragen zu den Unterschieden der Varianten gestellt bekomme.

Beim Magenbypass wird zusätzlich zur Magenverkleinerung der Verdauungsweg verkürzt, sodass der Körper weniger Nährstoffe und Kalorien aus dem Essen aufnehmen kann.

Magenbypass und Magenverkleinerung (Schlauchmagen) bewirken zudem hormonelle Veränderungen, die den Appetit zügeln und den Stoffwechsel beeinflussen. Das kann sich auf die Behandlung von Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes günstig auswirken.

Vor-/Nachteile Magenbypass
Ein Magenbypass ist aufwendiger und komplizierter als eine Magenband- oder Schlauchmagen-Operation. Der Name leitet sich vom englischen Begriff „Bypass“ (Umgehung) ab, weil die Nahrung dann nicht mehr durch den ganzen Magen und Dünndarm wandert, sondern zum Großteil daran vorbeigeführt wird.

Bei einem Roux-en-Magenbypass wird ein kleiner Teil des Magens (etwa 20 Milliliter) abgetrennt. Dieser bildet dann eine Tasche (Pouch), die mit dem Dünndarm verbunden wird. Der restliche Teil des Magens wird zugenäht und ist nicht mehr mit der Speiseröhre verbunden. Die Nahrung gelangt dann direkt von der neu gebildeten Magentasche in den Dünndarm.

Damit die Verdauungssäfte aus Gallenblase, Bauchspeicheldrüse und dem Restmagen weiterhin in den Darm gelangen können, wird der obere Dünndarm am Magenausgang an einer neuen Stelle an den Dünndarm angeschlossen.

Nebenwirkungen
Zwei häufige langfristige Folgen eines Magenbypasses sind das frühe und das späte Dumping-Syndrom. Bei einem frühen Dumping-Syndrom gelangt schnell eine größere Menge unverdauter Nahrung in den Dünndarm. Der Körper versucht, die ungewohnte Menge an Nährstoffen zu „verdünnen“, und es strömt plötzlich viel Wasser aus den Blutgefäßen in den Dünndarm.

So kann es zu Benommenheit, Übelkeit, Bauchschmerzen und Schwitzen kommen. Ein frühes Dumping-Syndrom tritt vor allem nach der Aufnahme von sehr zuckerhaltigen Speisen auf, meist innerhalb von 30 Minuten.

Beim selteneren späten Dumping-Syndrom wird vom Körper zu viel Insulin freigesetzt, was zu einer Unterzuckerung mit typischen Beschwerden wie Schwindel, Schwäche und Schwitzen führen kann. Es kann ein bis drei Stunden nach dem Essen auftreten, insbesondere nach der Aufnahme von kohlenhydratreicher Kost.