Nähanleitung Sternentücher

Material:
Stoffe (Freie Wahl bei der Stoffwahl – je nach Belieben, Muster, Farbe, Beschaffenheit, etc.)

Zubehör:
Nähmaschine
Schere oder Stoffschneider
Stift oder Kreide zum Markieren
Schaschlikspieß
Nadel & Faden
Stecknadeln oder Klammern
Bügeleisen

Vorbereitung:
Schneidet zuerst mehrere Stoffstreifen (6x2cm) zurecht.
Gestaltet einen Stern, mit vier gleich großen und einem längeren Zacken, in den später ein Knoten kommt. Am besten nehmt ihr dazu eine Pappe und schneidet diese zurecht.

Und los geht´s:
Klammert und näht die Stoffstreifen zusammen. Mit Hilfe des Schaschlickspießes wendet diese – etwas knifflig – und bügelt diese flach. Legt sie dann einmal in der Mitte zusammen und erst einmal zur Seite.

Nehmt zwei Stoffe und legt diese rechts auf rechts (schöne Seiten aufeinander) und fixiert diese. Übertragt nun den Stern auf den Stoff und schneidet diesen mit einer guten Nahtzugabe aus.

Bevor ihr diesen nun zusammennäht, macht Euch Gedanken zur Gestaltung und an welcher Stelle ihr die vorbereiteten Stoffstreifen anbringen wollt. Fixiert diese an der entsprechenden Stelle und näht dann den Stern entlang Eurer Markierung zusammen. An den Stellen, wo die Stoffstreifen sind, lasst die Nadel ruhig noch ein weiteres Mal drüber laufen, damit sie auch wirklich fest sind.

Lasst eine Wendeöffnung. Versiegelt Nahtanfang und -ende gut, damit beim Wenden nichts reißt.

Vor dem Wenden werden die Ecken abgeflacht. So lassen sich die Ecken beim Umstülpen besser ausprägen. Die Ecken könnt ihr mit einem nicht zu spitzen Stäbchen formen. Ich habe dazu einen Schaschlikspieß entschärft, indem ich die Spitze abgeschnitten habe und die scharfen Kanten mit einer Pfeile geglättet habe.

Nun greift ihr zu Nadel und Faden und näht die Wendeöffnung per Hand zu und bügelt den Stern schön flach.

Macht in den langen Zacken einen Knoten und fertig ist das Sternentuch.

Ich wünsche Euch viel Freude beim Nähen und alles Glück der Erde.

P.S.: Solltet ihr Gefallen an dem Sternentuch gefunden haben, könnt aber nicht nähen, dann schreibt mir eine Nachricht und ich fertige Euch gern die gewünschte Anzahl an.

Veränderung der Größen

Wenn man abnimmt, merkt man das früher oder später an den Klamotten. Die sagen einem recht schnell, ob sich etwas verändert hat, zum Beispiel wenn die Hose rutscht oder die Bluse nicht mehr spannt. Den Inhalt deines Kleiderschrankes zu verändern, kann eine sehr schöne Angelegenheit sein und auch etwas, worauf man sich freut.

Was mir aber überhaupt nicht bewusst war und ich auch überhaupt nicht daran gedacht habe… Bei solch Extremabnahmen von mehr als 50 Kilo werden auch Finger und Handgelenk schmaler. Somit passen Ringe und Uhren auch nicht mehr und man muss aufpassen, diese nicht zu verlieren. Es ist doch gar nicht so einfach, den Schmuck zu ersetzen. Bei meiner Uhr hat mein Mann immer wieder einmal ein Armbandglied herausgenommen und an dem ein oder anderen Schräubchen etwas verstellt. Das ist also meist machbar. Aber Fingerringe sind ein ganz anderes Thema. Als ich anfing zu bemerken, dass die Ringe, speziell mein Ehering, lockerer saßen, hatte ich noch einen kleineren Ring davorgesetzt, damit der Ehering mir nicht einfach vom Finger rutscht. Gerade beim Händewaschen ist das immer so eine Sache. Nur irgendwann saß der Ring dann doch so locker, dass er beim Arbeiten störte. Deswegen habe ich ihn mir auf den Mittelfinger gesteckt. Hier sitzt er besser, und ich laufe nicht Gefahr, ihn zu verlieren. Natürlich war ich nicht glücklich damit, dass er nicht mehr am Ringfinger steckt, denn dort gehört er hin. Also bin ich zum Juwelier und habe den Ring verkleinern lassen.
Das ist alles gar nicht so einfach, denn die Ringgröße ist auch von den Temperaturen abhängig. Wenn ich kalte Hände habe, habe ich schmalere Finger, als wenn mir warm ist.
Irgendwie haben wir es dann aber doch hinbekommen, dass der Ehering wieder auf dem Ringfinger sitzt und passt. Für ein paar Wochen. Dann war er wieder so locker, dass ich ihn doch wieder am Mittelfinger tragen musste. Das ist kein Zustand, der mir gefällt.
Ich werde also in den nächsten Tagen wieder zum Juwelier gehen und den Ring drastischer ändern lassen müssen. Was muss, das muss.
Beim Juwelier wurde festgestellt, dass die ursprüngliche Ringgröße 57 war. Verkleinert werden muss er nun auf Größe 52.
Ich trage einige Ringe auf den Mittelgliedern der Finger. Vor wenigen Tagen habe ich leider einen Ring verloren.

Aber auch an solchen Sachen macht sich die Gewichtsreduktion eben bemerkbar. Mir ist es auch beim Autofahren aufgefallen. Mein Mann und ich konnten eigentlich immer die gleiche Sitzeinstellung am Lenkrad benutzen, obwohl er gute 10 cm größer ist als ich. Plötzlich geht das nicht mehr. Ich muss doch den Sitz erheblich nach vorne verstellen, wenn ich hinter dem Steuer sitze. Also an Körpergröße habe ich nicht abgenommen, so viel steht fest Aber mein Hintern und meine Oberschenkel sind flacher geworden und somit sitze ich tiefer und weiter hinten im Sitz, weshalb die Beine „kürzer“ geworden sind und ich deshalb nach vorne rutschen muss. Ich habe das letztens bei einer jungen Frau in der S-Bahn gesehen. Es sah aus, als wenn sie auf einem keilförmigen Kissen gesessen hätte, was den Oberkörper entsprechend nach vorn kommen ließ. So lässt sich das ungefähr erklären. Das sind so Dinge, an die man, bzw. ich nicht gedacht habe, dass sie sich durch eine Abnahme ändern können. Ich will damit auch nicht sagen, dass sie schlimm oder besonders gut sind – das ist völlig wertfrei und ist mir mal so bewusst geworden.

Gab es bei Euch solche Erlebnisse auch? Würde mich freuen, wenn ihr sie mit mir teilt.

Nähanleitung Spucktuch

Material:
Stoffe (Freie Wahl bei der Stoffwahl – je nach Belieben, Muster, Farbe, Beschaffenheit, etc.)
Druckknöpfe (wahlweise in den Farben des Stoffes)

Zubehör:
Nähmaschine
Schere oder Stoffschneider
Stift oder Kreide zum Markieren
Nadel & Faden
Stecknadeln oder Klammern
Bügeleisen

Vorbereitung:
Ihr benötigt zwei gleichgroße Stoffstücke. Rechnet eine Nahtzugabe von 0,5 bis 1 cm dazu. Bügelt die Stoffstücke schön glatt.

Und los geht’s:
Nehmt die Stoffstücke und legt sie rechts auf rechts (schönen Seiten), genau an den Ecken und Kanten aufeinander. Stellt mithilfe von Klammern oder Nadeln sicher, dass der Stoff nicht verrutschen kann.

Näht nun ringsherum die beiden Stoffstücke aneinander. Lasst an einer Stelle (ich nehme meist eine der beiden Verschlussenden) eine Wendeöffnung.

Jetzt könnt ihr das Tuch wenden und glattbügeln. Sobald das geschehen ist, greift ihr zu Nadel und Faden und näht die Wendeöffnung per Hand zu.

Danach nehmt ihr Euch eine Knopfzange und verseht das Tuch damit. Ich achte immer darauf, dass das Gegenstück vom Knopf an der Seit mit der Wendeöffnung ist, dann sieht man diese später nicht mehr.

Ich wünsche Euch viel Freude beim Nähen und alles Glück der Erde.

P.S.: Solltet ihr Gefallen am Spucktuch gefunden haben, könnt aber nicht nähen, dann schreibt mir eine Nachricht und ich fertige Euch gern die gewünschte Anzahl an.

Wiedersehen mit Freunden

Knapp neun Monate nach dem ersten Treffen mit wunderbaren Freunden war es nun endlich wieder so weit. Als wir uns nach der Operation das erste Mal sahen, hatte ich 28 Kilo abgenommen. Jetzt waren es weitere 25 Kilo weniger. Ich hatte mich so sehr auf dieses Treffen gefreut, dass ich mich natürlich auch dementsprechend gekleidet hatte. Ja, ich wollte mich präsentieren und zeigen was sich verändert hat. Normalerweise ist das nicht meine Art.

Die Überraschung ist mir gelungen. Ich öffnete die Tür, und ihnen fiel die Kinnlade runter, und alle machten große Augen. Fast war es mir ein wenig unangenehm. Wir fielen uns in die Arme und freuten uns, uns endlich wieder zu sehen. Auch ist das ein oder andere Tränchen geflossen. Mir wurde versichert, dass man auf der Straße an mir vorbeigelaufen wäre, so sehr habe ich mich verändert. Da ist es mir dann bewusst geworden, wenn das schon Menschen zu mir sagen, die mich gut kennen, es kein Wunder ist, dass Menschen an mir vorbeilaufen, die mich nicht so gut kennen.

Fast jeden Tag begegnen mir Kollegen, die mich nicht grüßen. Scheinbar aber nicht, weil sie mich ignorieren, sondern weil sie mich nicht erkennen.

So saßen wir ein paar Stunden zusammen, aßen Kuchen, tranken Kaffee und haben uns nett unterhalten. Diese Freunde gehören zu den Menschen, die man ewig nicht sieht und es dann aber so ist, als wenn man sich gerade gestern das letzte Mal gesehen hat. Das ist so wunderbar und wertvoll.

Nähanleitung Spielwürfel

Material:
Baumwoll-Stoffreste
Füllmaterial (Watte, Füllwatte)
Evtl. Rassel zum Einlegen

Zubehör:
Nähmaschine
Schere oder Stoffschneider
Stift oder Kreide zum Markieren
Nadel & Faden
Stecknadeln oder Klammern
Lineal
Bügeleisen

Vorbereitung:
Da es sich um ein Spielzeug für Babys/Kleinkinder handelt, solltet ihr Euren ausgewählten Stoff zunächst waschen. Dann schneidet ihr sechs gleichgroße quadratische Stoffstücke zurecht. Ihr könnt Euch die Größe selbst aussuchen. Rechnet aber immer eine Nahtzugabe von 0,5 bis 1 cm dazu. Bügelt die Stoffstücke schön glatt.

Und los geht’s:
Überlegt Euch, wie der fertige Würfel aussehen soll und legt Euch die Stoffstücke so zurecht. Ihr nehmt zwei Stoffstücke und legt sie rechts auf rechts (schönen Seiten), genau an den Ecken aufeinander. Näht diese beiden Stücke nun aneinander. Wiederholt diesen Schritt so oft, bis ein Kreuz entstanden ist. Achtet auf die Nahtzugabe. Bügelt die Nahtzugaben auseinander.

Jetzt fangt ihr mit einem Seitenstück vom Kreuz an, um die Seitenteile des Würfels zu schließen. Achtet darauf, dass die beiden Seiten nicht zusammengenäht werden. Die rechte Seite kümmert sich um die rechte Seite und die linke Seite kümmert sich um die linke Seite. Ihr wiederholt diesen Vorgang so oft, bis nur noch eine Seite offen ist. Diese könnt ihr soweit mit der Nähmaschine schließen, bis nur noch eine kleine Wendeöffnung übrig bleibt. Verriegelt Nahtanfang und -ende gut, damit nichts reißt.

Wendet den Würfel und zuppelt den Stoff etwas zurecht. Nun stopft ihr den Würfel mit Füllwatte aus.

Sobald ihr den Würfel gut gefüllt habt, greift ihr zu Nadel und Faden und näht die Wende-/Stopföffnung per Hand zu.

Variante:
Wenn ihr möchtet, könnt ihr in der Mitte noch eine Rassel packen. Achtet darauf, dass die Rassel in der Mitte platziert wird.

Ich wünsche Euch viel Freude beim Nähen und alles Glück der Erde.

P.S.: Solltet ihr Gefallen am Spielwürfel gefunden haben, könnt aber nicht nähen, dann schreibt mir eine Nachricht und ich fertige Euch gern die gewünschte Anzahl an.

Es Menschelt

Gern möchte ich hier eine mir entgegengebrachte Äußerung zur Diskussion stellen Sie wurde mir von einer Person entgegengebracht, die mir jahrelang gesagt hat, dass ich zu dick sei und ob ich nicht mal etwas abnehmen möchte und doch etwas tun soll. Jahrelang. Oft wurde ich mit Bedauern betrachtet, weil ich so dick war.

Als die Kilos nach der Operation anfingen zu purzeln und ich immer schlanker wurde, wurde ich bewundert und mir wurden Komplimente gemacht.

Jetzt knapp ein Jahr nach der Operation heißt es plötzlich: „Musst Du uns immer zeigen, wie sehr Du abgenommen hast? Das macht uns andere neidisch. Früher hast Du Dich immer hinter weiten Klamotten versteckt. Pullover hast Du immer bis über die Hände gezogen.“ (Bei der Aussage trug ich enganliegende Kleidung.)

Da mir das bei einer Feier – zwar unter vier Augen – gesagt wurde, habe ich auch keinen weiteren Aufstand gemacht. Mit Wut, Traurigkeit und sehr viel Fassungslosigkeit bin ich nach Hause gefahren. Was sollte das? Gut, der Neid wurde ja zugegeben, aber dennoch. Es hat mich verletzt.

Ist das nun übertrieben? Bin ich zu sensibel und sollte mich über den Neid freuen? Soll ich mich dem geäußerten Wunsch nach mehr Zurückhaltung beugen? Ich bin doch stolz auf meine neue Figur und das zeige ich gern. Sollte ich also darauf pfeifen, was andere denken und fühlen?

So bin ich eigentlich nicht. Ich wollte schon immer es allen recht machen.

Niemand soll sich in meiner Gegenwart schlecht fühlen. Sollte ich mich dann also fernhalten? Kann ich das?

Es wird immer Situationen geben, in denen wir aufeinandertreffen. Muss ich mich dann wieder verstecken und anders verhalten, als ich es möchte?

Ich empfinde das als nicht fair.
Ich bin glücklich und gleichzeitig betrübt, weil sich meinetwegen Menschen nicht wohl fühlen. Aber habe ich nicht das Recht, mich wohlzufühlen und das zu zeigen und zu leben?
Ich stecke da irgendwie fest in meinen Gedanken und Gefühlen.

Versteht ihr, was ich meine?
Habt ihr eine Meinung dazu?
Welche?
Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir das mitteilen würdet, damit ich vielleicht auch andere Sichtweisen in meine Welt mit einbauen kann.

Ich danke Euch!

Nähanleitung Schlauchschal

Material:
Jerseystoff – Kopfumfang x 20 cm
Fleecestoff – Kopfumfang x 20 cm

Kopfumfangtabelle:
Alter                                        Kopfumfang in cm
6 bis 9 Monate                    43 cm bis 45 cm
9 bis 12 Monate                  45 cm bis 47 cm
1 bis 2 Jahre                         48 cm bis 50 cm
2 bis 4 Jahre                         50 cm bis 52 cm
4 bis 8 Jahre                         52 cm bis 54 cm

Zubehör:
Nähmaschine
Schere oder Stoffschneider
Stift oder Kreide zum Markieren
Nadel & Faden
Stecknadeln oder Klammern
Lineal
Bügeleisen

Vorbereitung:
Zunächst schneidet ihr zwei gleichgroße Stoffstreifen zu. Achtet dabei auf Nahtzugabe von 0,5 bis 1 cm. Der Stoff sollte dehnbar sein. Diesen Schlauchschal könnt ihr aus zwei verschiedenen Stoffen nähen oder aber auch komplett aus Fleece oder Jersey.

Und los geht’s:
Die glattgebügelten Stoffe legt ihr rechts auf rechts (schönen Seiten aufeinander). Stellt mithilfe von Klammern oder Nadeln sicher, dass der Stoff nicht verrutschen kann. Näht nun beide Teile entlang der langen Seiten zusammen.

Nun wendet ihr den Schal, so dass ihr die schönen (rechten) Seiten seht.

Jetzt wird es etwas knifflig, aber ihr schafft das. Ihr legt den Stoff direkt aufeinander – am Besten Naht auf Naht und fangt etwas oberhalb davon an, nähfüßchenbreit die Stoffe zusammenzunähen. Dies macht ihr einmal ringsherum. Der Schal wird sich wie von selbst wieder auf die linke Seite drehen. Deswegen müsst ihr eine Wendeöffnung lassen. Verriegelt Nahtanfang und -ende gut, damit nichts reißt.

Sobald ihr den Schlauchschal wieder auf rechts gewendet habt, greift ihr zu Nadel und Faden und näht die Wendeöffnung per Hand zu. Diese könnt ihr aber auch mit der Nähmaschine schließen, wenn die Öffnung innenliegend ist und man diese so nicht sieht.

Ich wünsche Euch viel Freude beim Nähen und alles Gute.

P.S.: Solltet ihr Gefallen an dem Schlauchschaf gefunden haben, aber könnt nicht nähen, dann schreibt mir eine Nachricht und ich fertige Euch gern die gewünschte Anzahl an.

Spiegeltür

Ich war mal wieder im Urlaub. Diesmal hat es uns nach Hessen verschlagen. Dort sind wir viel gewandert. Ich muss allerdings zugeben, dass ich diesmal körperlich sehr schnell müde wurde. Sehr schnell wurden meine Beine kraftlos und so hatte ich oft das Gefühl, mich nur Zentimeter für Zentimeter fortzubewegen. Auch war die Regeneration nicht einfach. Da hatte ich das Gefühl, dass es wieder gut geht und dann schlug der Hammer doch recht schnell zu. Das war alles insgesamt etwas komisch. Wir hatten dort aber eine schöne Zeit und solch ein Tapetenwechsel tut immer gut.

Im Schlafzimmer dort stand ein großer Kleiderschrank mit einer Spiegelfront. Bislang ist mir das in anderen Urlaubsdomizilen nicht weiter aufgefallen, aber wahrscheinlich wird das überall so gewesen sein. Jedenfalls bemerkte ich es diesmal sehr bewusst, als ich mich wieder anzog, und dabei fiel mir auf, dass a) mein Kleiderschrank zu Hause keinen Spiegel hat und b) unsere Ganzkörperspiegel, die wir haben, entweder in dunklen Ecken oder auf einer anderen Etage sind. Das musste sich ändern, denn ich stellte fest, dass ich mich super gerne im Spiegel anschaue, wenn ich mich anziehe. Wann war das das letzte Mal so? Ich kann mich nicht erinnern. Wenn ich mich angezogen habe, habe ich immer nur darauf geachtet, dass es passt, nicht spannt und den größten Teil meines Körpers bedeckt. Ach ja, und unauffällige Farben mussten es sein.

Heute sieht das anders aus: Farben und figurbetont, das ist mein Ding geworden.

Ich habe Spaß und Freude dabei, mir meine Sachen aus dem Kleiderschrank zu nehmen. Jetzt muss ich nur noch sehen können, wie es an mir aussieht. Ich bin zu meinem Mann geeilt und habe mir eine Spiegelschranktür für unseren Schlafzimmerschrank gewünscht. Das IKEA-System macht das ja recht unkompliziert möglich.

Nachdem wir also wieder zu Hause waren, sind wir gleich los, um meinen Wunsch zu erfüllen.

Gewünscht – getan. Auf zu IKEA und gar nicht lange gesucht, denn das Regal und das Fach habe ich schon zu Hause recherchiert. Wir sind auch – ohne Umwege über den obligatorischen HotDog – direkt wieder nach Hause gefahren und haben die Tür sofort montiert. Das geschah alles in einer super Geschwindigkeit. Die alte Tür brachte mein Mann auch gleich noch zur Entsorgung bei der BSR.

Ich drehe und wende mich, nur um mich von allen Seiten betrachten zu können. Ab und an erfolgt auch ein kleines Tänzchen, aber immer mit einem breiten Lächeln im Gesicht, weil mir gefällt, was ich da sehe– von Kopf bis Fuß und gut beleuchtet.

Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Ich hätte nicht gedacht, dass ich beim Anblick meines Spiegelbildes jemals wieder Freude und Spaß hätte empfinden können. Total irre. Ich bin dafür sehr dankbar.

Nähanleitung Kopfkissen

Material:
Gewünschter Stoff in gewünschter Größe (hier: Baumwolle, 45x45cm)
Reißverschluss in passender Länger (hier: 45cm)
Kisseninlett in passender Größe (hier: 45x45cm)

Zubehör:
Nähmaschine
Schere oder Stoffschneider
Stecknadeln oder Klammern
Bügeleisen

Vorbereitung:
Ihr benötigt zwei gleichgroße Stoffstücke. Rechnet eine Nahtzugabe von 0,5 bis 1 cm dazu. Bügelt die Stoffstücke schön glatt.

Und los geht´s:
Nehmt ein Stoffquadrat und befestigt an einer Seite den Reißverschluss mit Klammern/Stecknadeln, bzw. mit einer Naht.

Wiederholt das mit dem anderen Stoffquadrat.

Um einen sauberen Abschluss zu bekommen, näht auf der anderen Seite noch einmal der Länge nach entlang.

Nun legt die schönen Seiten aufeinander und näht entlang aller Seiten.

Die Ecken solltet ihr vor dem Umkrempeln „entschärfen“. Nun dreht ihr den Bezug um und fertig ist der Kissenbezug.

Ich wünsche Euch viel Freude beim Nähen und alles Glück der Erde.

P.S.: Solltet ihr Gefallen am Kissenbezug gefunden haben, könnt aber nicht nähen, dann schreibt mir eine Nachricht und ich fertige Euch gern die gewünschte Anzahl an.

Magen-Darm-Infekt

Mein Vater hatte seinen 70. Geburtstag. Dazu hat er Familie und Freunde eingeladen. Meine Mutter stand wie üblich, stundenlang in der Küche und war mit den Vorbereitungen beschäftigt. Sie hat wieder gezaubert und allen Gästen hat es sehr gut geschmeckt. Es war ein Brunch und so konnte sich jeder mit dem glücklich machen, was ihm so schmeckt.

Die Nachwehen dieser schönen Veranstaltung war ein Magendarminfekt, der alle Gäste erwischt hatte. In der Vorbereitung des Geburtstages wurde eine WhatsApp Gruppe eingerichtet, in die nun jeder schrieb, wer auch an Bett und Toilette gefesselt war. Die Inkubationszeit bei solchen Angelegenheiten ist recht kurz. Innerhalb weniger Tage (gefühlt waren es nur Stunden) lagen hier alle vier flach, bzw. hingen über den Toiletten und Eimern. Es war grauenvoll! Man kam mit der Reinigung und Desinfektion gar nicht so schnell hinterher, wie es nötig war. Und weil alle gleichzeitig betroffen waren, war es der absolute Horror.

In meiner Situation kann ich davon berichten, dass ich mich seit der Operation nicht mehr übergeben kann. Das ist mir schon früher mal aufgefallen, als ich es bewusst erzwingen wollte, weil es mir nicht gut ging. Ich dachte, dass ich mir so eine Erleichterung hätte verschaffen können. Hier dachte ich, dass eventuell der Muskel nicht mehr so stark sei, der dafür verantwortlich ist, aber nun hatte ich einen sehr starken und ausgeprägtem Würgereiz, der dennoch nicht zum Erbrechen führte. Die trotzdem verursachten Schmerzen waren grauenvoll. Zusätzlich hatte ich fürchterlichen Durchfall. Wer solch einen Infekt schon einmal hatte, weiß, wovon ich rede. Das schier unendliche Sitz auf der Toilette schmerzte auch ungemein an den Oberschenkeln. Der ganze Körper war so schwach und schlapp. Den einzigen Vorteil, den ich in dieser Situation hatte, war, dass ich das, was ich zumindest getrunken hatte, bei mir behalten habe, was andere nicht vergönnt war.

Diese Thematik ist sicherlich nicht so schön und alltäglich, gehört aber dazu. Ich gab mir große Mühe, nicht zu sehr in Details zu gehen, um niemanden ein schlechtes Gefühl zu vermitteln. Ich hoffe, das ist mir gelungen. Ansonsten entschuldige ich mich dafür.

Gegen das Übelkeitsgefühl und den ständigen Drang, auf die Toilette gehen zu müssen, hatte ich Vomex genommen. Die machen auch etwas schläfrig, was die ganze Angelegenheit etwas erträglicher gemacht hat.

Nach zwei Tagen ging es mir und meiner Familie wieder besser. Kein schönes Erlebnis und an ist doch sehr froh und erleichtert, wenn es wieder vorbei ist.