Dokumentationsfilm

An dieser Stelle und heute möchte ich auf einen Dokumentationsfilm in der ZDF-Mediathek hinweisen.

Darin geht es um zwei Menschen, die sich einer magenverkleinernden Operation unterzogen haben. Dieser Film ist dieser Methode des Gewichtsverlustes eher kritisch gegenüber eingestellt, wie ich finde. Das ist auch gut so, denn das, was ich darin gesehen und gehört habe, habe ich entweder selbst so erlebt oder von anderen gehört, dass es bei ihnen auch so war.

Der Film hat nicht das Ziel, dass man sich für solch eine Operation entscheidet und diesen Weg gehen soll, mich hätte das wahrscheinlich eher abgeschreckt und hätte sehr große Zweifel in mir hervorgerufen. Noch mehr, als ich sie eh schon hatte. Ja, es gibt negative Beispiele, aber es gibt doch auch so viele Menschen, denen es gut geht damit. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass die Personen im Film es wirklich bereut haben, sie haben das nur insgesamt unterschätzt oder eben anders gedacht. Solch eine Operation hilft beim Abnehmen, löst aber nicht die Probleme, die zum Übergewicht geführt haben oder die Probleme, die man wegen des Übergewichts hatte.

Ich schaue mir gern solche Dokumentationen an, weil ich finde, dass es viel zu wenige davon gibt. So viele Menschen sind von Übergewicht betroffen und suchen nach Lösungen. Leider reicht es nicht, ihnen zu sagen, dass man mit Disziplin alles wieder in den Griff bekommen kann. Leider nicht!

Dieses Denken ist nämlich nicht richtig. Mit Disziplin kann ein gesunder Mensch vielleicht ein, zwei Tage auf etwas Spezielles verzichten, nicht aber wenn du süchtig bist. Diese Sucht verbietet es dir, Verzicht und Enthaltsamkeit zu üben. Ich weiß, dass viele Menschen denken, dass das nur eine Ausrede ist. Ich habe es aber am eigenen Leib gespürt und spüre es noch immer. Vor nicht allzu langer Zeit hätte auch ich gesagt, dass es mir an Disziplin fehlt. Mittlerweile denke ich anders darüber.

Was ist, wenn dir die Disziplin mit Verzicht und Enthaltsamkeit, sowohl körperlich als auch mentale Schmerzen zufügt? Erst kreisen die Gedanken die ganze Zeit umher. Die Gedanken kann man eventuell hier und da noch unterbrechen und versuchen, sich selbst davon zu überzeugen, an etwas anderes zu denken, bzw. sich dazu bringen, sich abzulenken, in dem man etwas tut – völlig egal, was.

Vielleicht hat man Glück, und man ist durch die Beschäftigung tatsächlich so sehr abgelenkt, dass man seinen Kopf damit ausgetrickst hat.

Vielleicht klappt es aber auch nicht.

Vielleicht ist das Unterbewusstsein schon soweit, dass es die Kontrolle übernimmt und somit der Kühlschrank oder die Schublade mit den Süßigkeiten geöffnet wird und sich wahllos irgendetwas in den Mund gesteckt wird.

Vielleicht, vielleicht, vielleicht. Die Dokumentation kann man sich ansehen. Ihr findet sie hier: https://www.zdf.de/play/reportagen/37-grad-leben-102/abnehmen-durch-magen-op-langer-weg-durch-dick-und-duenn-102?q=Magen

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